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Band 3

  Szeneanfang:

  Babs umklammert mit beiden H?nden das Messer und l?sst es auf Estragon hinuntersausen. Ihre Arme sind in der Waagrechten. Der nackte Estragon küsst mit geschlossenen Augen ihren Bauch. Babs Kopf, auf dem immer noch der triumphierende Gesichtsausdruck zu sehen ist, fliegt, von einem gewaltigen Messerschnitt abgetrennt, durch die Luft.

  Meneor überschl?gt sich am Boden ...

  ... und sticht mit dem langen, blutigen Messer von unten in die Hals?ffnung des fliegenden Kopfes.

  Meneor steht da, am Rand der kleinen Lichtung, mit aufgerichtetem Messer. Das Blut str?mt aus dem Kopf herab über die Klinge und seine Hand. Er grinst.

  Babs K?rper liegt auf dem Bauch am Boden. Ihre H?nde mit dem Messer sind von ihrem K?rper verdeckt.

  Estragon ?ffnet die Augen und ist verwirrt, weil er Babs nicht sieht.

  Sein Blick f?llt auf Babs kopflosen Leib, ...

  ... dann auf den grinsenden Meneor mit dem aufgespiessten Kopf. Estragon, entsetzt: "Aaahhhhhhh!"

  Estragon, immer noch nackt, springt auf ...

  ... und bleibt in vorgebeugter Kampfstellung vor dem grinsenden Meneor stehen. Estragon: "Mich kriegst du nicht!"

  Meneor, l?chelnd: "Ich will keinen Sex mit dir."

  Estragon ist verblüfft.

  Eine Stimme: "Estragon, was schreist du so?"

  Estragon, ohne den Blick von Meneor zu wenden: "Ein Stück Wahnsinn bedroht mein Existenz."

  Aladan erscheint auf der Lichtung, und sein vornehmer Gesichtsausdruck ...

  ... weicht einer wortlosen Fassungslosigkeit.

  Aladan zu Meneor, mühsam gefasst: "Wenn das Gipfel des Scherzes l?ngst überschritten, beginnt das Tal des Finsternis. Mir scheint, du bist ein finsteres Geselle."

  Meneor grinst und schweigt, immer noch das Messer mit dem Kopf haltend. Meneor h?rt dem folgenden Gespr?ch l?chelnd zu.

  Aladan wendet sich irritiert zu dem immer noch nackten Estragon. Aladan: "Sag mir, was ist geschehen?"

  Estragon: "Das Frau ist pl?tzlich vor mir erschienen und hat mich gefragt, ob ich es würzen wolle."

  Aladan, l?chelnd: "Es dachte dabei wohl weniger an dein Gewürzmantel als an ein Extrakt aus deinem Lustwurzel."

  Estragon, ernsthaft nickend: "Jaja, bestimmt, daran bestand kein Zweifel."

  Aladan: "Nun, fahre fort."

  Estragon: "Alsdann bat es mich, ihr Bauch zu küssen, was, wie es meinte, es in einen viel versprechenden Zustand des Erregung versetzen würde ..."

  Aladan: "... und was du, deines eigenen Erregung zuliebe, natürlich gerne tatest."

  Estragon: "Der vielen Selbstverst?ndlichkeiten war das das liebste mir."

  Estragon: "Als ich dann, mit geschlossnem Auge, das Tür zum Paradiese küsste, war pl?tzlich alles W?rme weg, ..."

  Estragon: "... nur noch das kühle Luft, das meine feuchten Lippen trocknen liess, ..."

  Estragon, auf den K?rper Babs weisend: "... und als mein Geist erneut durchflutet ward vom Licht, da sah ich dies ..."

  Estragon, auf Meneor weisend: "... und dies."

  Aladan zu Meneor: "Nun dein Sicht der Dinge, du Sohn des Finsternis."

  Meneor l?chelt und schweigt. L?chelnd verfolgt er auch den Fortgang des Gespr?ches.

  Estragon zu Aladan: "Was ist mit ihm? Hat ein L?hmung es ergriffen?"

  Aladan: "So ganz allm?hlich will mir d?mmern, es treibe ein Spiel."

  Estragon, überrascht: "Ein Spiel? Von welchem Art?"

  Aladan: "Erkenne dich selbst oder so."

  Estragon: "Du meinst, im Spiegel seines L?chelns sollen wir unser Dummheit erkennen?"

  Aladan: "Nun ja."

  Estragon, interessiert, fast begeistert: "Dann lass das Schneide unseres Geistes dieses seltsame Szene durchdringen."

  Estragon ultraschallt Babs K?rper und sagt: "Es hat ein Geb?rmutter. Also ist es ein Natürliches."

  Auch Aladan beginnt zu ultraschallen, sodass beide mit geschlossenen Augen und offenem Mund da stehen. Aladan: "Siehst du das spitze Gegenstand?"

  Estragon: "Du meinst das Brustbein?"

  Aladan h?rt auf zu ultraschallen und geht zu Babs K?rper. Aladan: "Nein, das Brustbein kann's nicht sein."

  W?hrend Aladan sich zu Babs K?rper hinunter beugt, hat Estragon aufgeh?rt zu ultraschallen und schaut gespannt zu.

  Aladan dreht Babs K?rper um.

  Nun liegt sie auf dem Rücken, mit beiden H?nden das Heft des Messers umklammernd. Die Spitze des Messers hat sich einige Zentimeter tief in den Bauch gebohrt. Estragon, bestürzt: "Woher kommt das Messer?"

  Aladan: "Was macht ein Natürliches in Genville, v?llig nackt und mit einem Messer?"

  Estragon: "Ein R?tsel fürwahr."

  Estragon, auf Meneor zeigend: "Dieses seltsame Gestalt des Schicksals dort ist also gar nicht so düster, wie es auf das erste Blick erschien."

  Aladan: "Nenn es Meneohoho ..."

  Meneor, l?chelnd: "Aladin ... Aladon ... Aladun ...."

  Aladan hüstelt so, als ob er sich verschluckt h?tte.

  Estragon schaut die zwei irritiert an. Aladan: "Nenn es einfach Meneor."

  Estragon: "Meneor, ich bin Estragon, das Würze des Alls."

  Meneor rührt sich nicht, l?chelt immer weiter, mit Babs aufgespiesstem Kopf.

  Estragon zu Aladan: "Offenbar ist das R?tsel noch nicht zu seinem Zufriedenheit gel?st."

  Aladan: "Wir haben ja auch noch fast nichts herausgefunden."

  Estragon, sich erinnernd: "Ach, ja ... Vielleicht wurde es nach Genville verbannt und wollte sich t?ten vor Gram."

  Aladan, kopfschüttelnd: "Und du solltest ihm dabei das Bauch küssen?"

  Aladan bahnt sich einen Weg durchs Gebüsch, in der Richtung, aus der Babs gekommen ist. Aladan: "Sie haben es nicht nackt geschickt. Lass uns seine Kleider suchen."

  Meneor beugt sich runter und nimmt Babs das Messer aus den H?nden, w?hrend Estragon nach seinem Gewürzmantel greift.

  Meneor l?sst Babs Kopf neben ihren Leichnam fallen.

  Alle drei gehen Babs Weg zurück, Meneor mit entspanntem Gesicht ohne L?cheln, die blutigen Messer in den Messergürtel gesteckt, Estragon bekleidet mit seinem Gewürzmantel, ...

  ... über den kleinen Platz, wo sie Meneor begegnet ist, ...

  ... den Pfad zurück, ...

  ... bis zum Gebüsch, hinter dem sie sich ausgezogen hat.

  Aladan ist in der Hocke und streckt Estragon ein Kleidungsstück entgegen. Aladan: "Das Uniform eines Aufsehers."

  Estragon: "Dann hatte es ein Auftrag."

  Meneor: "Sie ist mit einem Guard gekommen. Sie wollte, dass ich ihn t?te."

  Aladan und Estragon sind erstaunt, dass Meneor pl?tzlich spricht. Estragon: "Und ... hast du?"

  Meneor: "Ja."

  Aladan und Estragon sind schockiert. Aladan: "Bloss weil es das gewollt hat?"

  Meneor, l?chelnd: "Er hat auf Flu geschossen, dann auf mich."

  Aladan und Estragon erschrocken: "Und Flu?!"

  Meneor: "Er lebt."

  Aladan und Estragon sind zwar etwas beruhigt, aber noch immer unsicher. Aladan: "Ach so."

  Estragon: "Und dieses Frau?"

  Meneor: "Als du die Tür zum Paradies küsstest, wollte sie dir das Messer in den Rücken stossen. Sie hat es mir zuvor genommen."

  Estragon, entsetzt: "Dann hast du mir das Leben gerettet."

  Aladan, kopfschüttelnd: "Wahrlich ein Grund, entsetzt zu sein."

  Estragon, gespielt schmollend: "Pah."

  Aladan, fürsorglich zu Estragon: "Deine Gefühle wogen schmerzhaft hoch, wie mir scheint. Sollten wir sie nicht beruhigen?"

  Aladan, zu Meneor: "Entkleide dich, Krieger, und zeig uns, ob du noch etwas anderes kannst als t?ten."

  Meneor gehorcht: "?"

  Aladan und Estragon sind auch nackt. Aladan: "Nun entfalte dein Pracht und entzücke das Würze des Alls."

  Meneor: "Wieso redet ihr so komisch? Ohne 'der' und 'die', nur 'das'?"

  Aladan: "Wir bevorzugen das Sachliche. W?rter sind weder weiblich noch m?nnlich. Oder hast du schon mal ein Wort gesehen mit einem Geschlechtsorgan?"

  Meneor grinst: "Nein."

  Meneor, auf Estragon weisend: "Und wie soll ich mein Pracht entfalten? Fehlt da nicht ein ?ffnung?"

  Aladan: "Wie viele Prachten hast du denn, dass ein ?ffnung dir nicht genügt?"

  Meneor n?hert sich lachend Estragon: "Ich wusste nicht, das das geht."

  Aladan legt die Arme um Estragon: "Ohne Estragon w?re es k?lter im All." ...

  ... und küsst ihn.

  Die drei M?nner umarmen und küssen sich.

  Nach einer Zeit liegen sie noch nackt beieinander am Boden und schauen entspannt zum Himmel.

  Estragon: "Kaum ist das Liebesrausch vorbei, verstr?mt das Wut der Natürlichen sein Bitternis."

  Aladan erhebt sich: "Lasst uns die K?rper zurückschicken. Vielleicht lassen uns die Natürlichen dann im Ruhe."

  Meneor, davongehend: "Ich hole das Guard."

  Estragon: "?hm ... Ein Frage kreist wie ein Wirbelwind fortw?hrend durchs Bewusstsein mir ... Mit deinem Kraft und Schnelligkeit w?re es ein Leichtes gewesen, ihm das Messer zu entwinden. Warum musste es sterben?"

  Meneor, davongehend: "Je mehr Feindliche weg sind, umso weniger wollen dich t?ten."

  Aladan: "Die Logik eines Kriegers."

  Estragon hat sichtlich Mühe, die Auskunft zu verdauen.

  Szeneanfang:

  Im Labor sind die Schwestern dabei, Flu zu versorgen. Sie haben ihm Hilfsorgane angeh?ngt. Tanja liegt auch noch da. Meneor erscheint in der Tür?ffnung, das lange Messer ist immer noch blutig.

  Piris Blick f?llt auf das blutige Messer.

  Piri, mit grossen Augen zu Meneor: "Warum ist dein Messer so blutig?"

  Nun werden auch die anderen Schwestern aufmerksam und alle vier warten etwas angespannt auf die Antwort.

  Meneor, als w?re es die selbstverst?ndliche Sache der Welt: "Es muss auch essen."

  Die Schwestern sind verblüfft: "H??"

  Meneor: "Die Messer sind lebendig. Sie trinken Blut."

  Hisch, kampflustig: "Wieder so ein Perversion von einem Gentechniker. Aber das war nicht das Frage, du Wildtier. Woher stammt das Blut?"

  Meneor, fast treuherzig: "Von einem Guard. Es wollte Estragon t?ten."

  Lara staunt: "Noch eines?"

  Wagon: "Steckt jetzt hinter jedem Gebüsch so ein Bastard?"

  Piri, mit grossen Augen: "Kannst du uns beschützen?"

  Meneor, schlicht: "Ja."

  Meneor, w?hrend er sich zum Guard hinunter beugt und ihn am Hosenbund packt: "Ich nehme es mit. Aladan, Estragon und ich schicken die K?rper zurück."

  Lara: "Gut, dann k?nnen wir endlich sauber machen."

  Meneors Arm ist angewinkelt, so dass seine Faust etwa auf Schulterh?he ist. Der Guard liegt zusammengeklappt über der Faust. Meneor verl?sst das Labor.

  Hisch: "Warum vertraut ihr diesem Kerl?"

  Lara: "Jetzt, wo du fragst, kommt es mir auch seltsam vor."

  Wagon: "Was?"

  Lara: "Na, dass wir ihm einfach so vertrauen. Ein Krieger ist ein t?dliches Konstruktion mit einem starken Dienbedürfnis. Das Dienvergnügen entsteht, wenn das Krieger das Wohlwollen eines herrschbedürftigen Person spürt. Und das spürt es ja wohl nur, wenn es seine Befehle ausführt."

  Hisch: "Wenn es unserem verehrten, herrschbedürftigen Caesar begegnet, ..."

  Lara: "... dann k?nnte es Meneor für sich einspannen. Wir durchschauen Caesars Machtspielchen und k?nnen darüber lachen. Aber wenn Meneor pl?tzlich seine Befehle ausführt, wird uns das Lachen vergehen."

  Hisch: "Dann wirst du dich dauernd umsehen müssen, ob Meneor hinter dir steht, um seinen Messern zu trinken zu geben."

  Wagon: "Es k?nnte auch die Befehle eines natürlichen Person von Natural City ausführen ... Irgendein hinterlistiges Plan."

  Hisch: "Unser Vertrauen erschleichen, um uns dann irgendwie reinzulegen."

  Piri: "Mein Vertrauen hat es bereits erschlichen."

  Hisch: "Du bist auch naiver als das Mond."

  Piri: "Ja, vielleicht bin ich naiv. Aber ich bin auch bereit, dafür zu sterben."

  Die anderen Schwestern sind überrascht ...

  ... und h?ren Piri gespannt zu. Piri, erregt gestikulierend: "Was ist denn los hier in Genville? Wir sind alle Chromos 4, haben also ein vier Mal gr?sseres Bewusstsein als die Natürlichen. Chromos 5 hat sogar das Fünffache ..."

  Piri, erregt gestikulierend: "... Die gr?ssten Geister, die je auf diesem Planeten existiert haben, sind unter diesem K?seglocke eingesperrt und zu v?lligem Unt?tigkeit verdammt ..."

  Hisch: "Immerhin haben wir dieses Siedlung wachsen lassen in all seinem Sch?nheit."

  Piri, erregt gestikulierend: "W?hrend wir hier noch Besch?ftigungstherapie machen, hocken Aladan und Estragon auf Steinen rum und flüchten sich in Fantasiewelten, um nicht durchzudrehen."

  Lara: "Du meinst, jetzt da das Siedlung gewachsen ist, werden wir auch bald auf Steinen sitzen."

  Piri, melancholisch: "Und eines Tages, wenn wir lange genug auf unseren Steinen gesessen haben, werden wir uns wünschen, nie geboren zu sein ..."

  Piri, melancholisch: "... Dann werden wir unser Bewusstsein selber ausl?schen, um all die Schmerzen endlich aufzul?sen."

  Piri, mit wildem Blick: "Wenn Meneor uns t?tet, dann nimmt es uns nur das Arbeit ab, es eines Tages selbst tun zu müssen."

  Lara, sinnierend: "Wir sind gefangen und verloren, und Meneor vollstreckt das Urteil."

  Piri, mit Hoffnung im Blick: "Es muss nicht sein. Denkt daran, was es gesagt hat."

  Erinnerungsbild mit Meneor, der sagt: "... Aladan, Estragon und ich schicken die K?rper zurück."

  Piri, begeistert: "Meneor hat es fertig gebracht, dass die zwei etwas TUN."

  Hisch: "Gerade viel tun sie ja nicht."

  Wagon: "Wenigstens ein Anfang."

  Wagon, hinknieend und die Brust entbl?ssend: "Nach deinem Rede, Piri, bin ich fast bereit, ihm mein Brust zum Dolchstoss anzubieten."

  Lara, 'Gchch' machend: "Das macht doch lieber was anderes mit deinen Brüsten."

  Piri 'Hihi', Wagon 'Boa', Hisch 'Ssss'.

  Szeneanfang:

  In der Eingangshalle von Genville. Drei Sargbeh?lter stehen herum (einer für Tanja). Aladan und Estragon sind dabei, Babs in einen Sargbeh?lter zu legen.

  Meneor tritt hinzu.

  Estragon schliesst den Deckel. Aladan ist zum n?chsten Beh?lter gegangen und h?lt den Deckel auf.

  Meneor schmeisst den Guard hinein, ...

  ... und der Deckel f?llt zu.

  Die drei M?nner schauen so, dass sie von Natural City aus nicht gesehen werden, durch ein kleines Fenster, wie die Sargbeh?lter durch die R?hre zurückgehen. Hinter dem grossen Fenster auf der anderen Seite sind schemenhaft Eck, Meer und Held zu sehen.

  Meneor zu den beiden anderen: "Ich habe mir überlegt, wie alles zusammenpasst."

  Aladan: "Dann trage uns diese überlegungen vor."

  Estragon: "Vortragen?"

  Aladan und Estragon, begeistert: "Ein Vortrag!"

  Sie heben den verblüfften Meneor auf die Schultern ...

  ... und rennen aus der Eingangshalle.

  Draussen schreien sie, immer rennend: "Ein Voortraaag!"

  Sie rennen durch Genville. Aladan und Estragon, schreiend: "Ein Voooortraaaaag!"

  Sie erreichen einen sch?nen Platz mit einer kleinen Vortragsbühne und einer halbrunden Sitztreppe.

  Sie stellen Meneor auf die Bühne ...

  ... und setzen sich auf die Sitztreppe.

  'Zisch', Chromos 5 sitzt auch auf der Treppe.

  'Zisch'. Die vier Schwestern sitzen auf der Treppe.

  Meneor steht verwirrt vor seinem Publikum.

  Szeneanfang:

  Der nerv?se Eck, der hinterh?ltig l?chelnde Held und der undurchschaubar wirkende Meer beobachten die beiden Sargbeh?lter, die durch die R?hre zurückkommen.

  Meer zieht den ersten Beh?lter aus der ?ffnung auf einen Rolltisch.

  Eck und Held haben den Deckel des Sargbeh?lters leicht angehoben. Held zur Person im Beh?lter. "Nun, wie sieht's aus?"

  W?hrend Meer im Hintergrund den zweiten Beh?lter aus der Zugangs?ffnung auf einen Rolltisch zieht, ist der Deckel des ersten ganz ge?ffnet. Held, mit gespieltem Entsetzen: "Wie schrecklich!" Held denkt: 'Es geht eben nichts über einen Natural Guard. Sieht aus wie das Werk eines Irren.'

  Eck, mit gespieltem Entsetzen: "Wie konnte das geschehen?" Eck denkt: 'Wenn jetzt nur der andere nichts Falsches aussagt, dann wird's eng für Held.'

  Meer ?ffnet den Deckel und sieht den Guard. Meer, mit gespieltem Entsetzen: "O, mein Gott!" Meer denkt: 'Babs hat gute Arbeit geleistet. Sieht aus wie das Werk eines Kriegers.'

  Eck und Held rennen zum Beh?lter des Guards. Meer rennt zum Beh?lter mit Babs.

  Held und Eck sehen den Guard. Held, echt entsetzt: "Wer hat das getan?!" Held denkt: 'Das kostet mich meinen Kopf.'

  Eck, mit gespieltem Entsetzen: "Entsetzlich." Eck denkt: 'Damit ist Held erledigt.'

  Meer sieht Babs, spielt den Entsetzten: "Wie grausam!" und denkt: 'Mit abges?gtem Kopf wirkt Babs noch viel erotischer.'

  Eck, triumphierend zum zerknirschten Held: "Ist Ihnen das Massaker genug? Sie haben einen wild gewordenen Krieger nach Genville geschickt und damit das Leben von Gefangenen absichtlich gef?hrdet. Ich enthebe Sie mit sofortiger Wirkung Ihres Postens."

  Held denkt, mit finsterer Miene den Raum verlassend: 'Der Tag der Rache wird kommen.'

  Pl?tzlich sieht Eck Tanja vor seinem geistigen Auge. Eck denkt: 'Tanja!'

  Eck, im Stress: "Was ist mit meiner Frau? Wird sie auch so verstümmelt ... Ich meine, wird sie lebend zurückkommen?"

  Meer, genervt: "Ich weiss es nicht, Herr Stadtpr?sident, ich weiss es nicht."

  Eck denkt ver?rgert: 'Ich weiss es nicht, ich weiss es nicht. Dieser Kerl hat überhaupt kein Einfühlungsverm?gen.'

  Eck, unwirsch: "Ich muss jetzt zurück an die Arbeit. Halten Sie mich auf dem Laufenden."

  Eck ist dabei, den Raum zu verlassen. Meer ruft ihm nach: "Herr Stadtpr?sident."

  Eck dreht sich um: "Ja?"

  Meer: "Die Genville-Leute schicken die Behandelten nachts zurück, wenn es niemand sieht. Es besteht also Hoffnung."

  Eck, sich wieder abwendend und neue Hoffnung sch?pfend: "Danke."

  Szeneanfang:

  Meneor steht l?chelnd auf der Bühne. Die anderen schauen ihn erwartungsvoll an.

  Nichts geschieht.

  Das Publikum schaut Meneor fragend an.

  Aladan: "Nun also, beginne dein Vortrag."

  Meneor, l?chelnd: "Was ist ein Vortrag?"

  Hisch klatscht sich die Hand an die Stirn: "Jeerrg!"

  Chromos 5 l?chelt versonnen vor sich hin.

  Die anderen sind mehr oder weniger erstaunt oder entt?uscht.

  Lara: "Irgend etwas muss ich jetzt reinziehen. Wenn es kein Vortrag ist, dann was zwischen die Schenkel."

  Aladan: "Nimm Estragon, das hat gerade ein vollbusiges Entt?uschung hinter sich."

  Lara steht auf, ...

  ... packt den verblüfften Estragon von hinten am Kragen seines Gewürzmantels.

  ... und zieht ihn mit einer Hand hoch.

  Lara geht mit Estragon am hochgestreckten Arm zur obersten Treppenstufe, ...

  ... wo sie ihn hinstellt, ...

  ... sich im Husch auszieht ...

  ... und nackt vor ihm steht, die Arme beschw?rend erhoben. Lara, mit eindringlichem Beschw?rungsblick:

  "Wachse, Stengel, komm hervor.

  Lade dich mit vollem Kraft.

  Wachse, Stengel, komm empor,

  bereit zu schleudern warmen Saft."

  Estragon und Lara schauen beide auf die sich in Hüfth?he abzeichnende Ausbuchtung im Gewürzmantel. Estragon: "Es wirkt."

  Es ist wieder der ganze Vortragsplatz zu sehen. W?hrend der restlichen Szene paaren sich Lara und Estragon im Hintergrund. Aladen zu Meneor: "Du hast doch gesagt, du h?ttest dir überlegt, wie alles zusammenpasst. Alle hier sind sehr daran interessiert, wie alles zusammenpasst. Erz?hl es uns."

  Meneor: "Das ?ngstliche Mann Held ..."

  Wagon: "Wieso nennst du das oberste Polizist ?ngstlich?"

  Meneor: "Als es vor mir stand, hat es stark nach Angst gerochen, bloss weil es vorher einem Genmaus begegnet ist ..."

  Alle lachen oder kichern.

  Meneor, l?chelnd: "Das ?ngstliche Mann hat mir gesagt, ich soll alles t?ten in Genville, dann wird es mir so viel Sex geben wie ich will."

  Hisch: "Aber ein Krieger t?tet, weil es dienen will. Sein Sexverlangen ist nur da, um es abzulenken von den Machtspielen der Natürlichen."

  Meneor: "Ich habe nie jemandem gedient. Ich habe kein Dienbedürfnis."

  Hisch: "Aber uns t?ten für Sex, du Monster."

  Meneor: "Held hat euch als Monster beschrieben. Für mich heisst das: Kampforganismen, die mich vernichten wollen."

  Wagon: "Und ... sind wir das?"

  Meneor: "Nein, ihr seid kein Bedrohung."

  Wagon, zum Publikum: "Das Kompliment eines Kriegers."

  Alle lachen oder kichern.

  Meneor: "Held hat starkes Angst vor allen Künstlichen. Es will Genville tot haben."

  Betroffenheit im Publikum.

  Meneor: "Es wollte wohl sehen, ob es mir gelungen ist. Deshalb sind heute zwei Natürliche gekommen. Sie haben versucht, Flu, Estragon und mich zu t?ten."

  Betroffenheit im Publikum.

  Chromos 5: "Gemessen am Durchmesser des Universums ist das ein kleines Problem."

  Meneor: "Gemessen am Durchmesser meines Existenz ist das ein grosses Problem."

  Chromos 5: "Du hast recht."

  Meneor: "Du auch."

  Hisch: "Soviel Weisheit auf so kleinem Raum."

  Alle lachen oder kichern.

  Meneor: "Fühlt ihr euch nicht bedroht?"

  Aladan: "Wenn die Natürlichen uns t?ten wollten, h?tten sie es schon l?ngst getan."

  Wagon: "Ein einzelnes Person, auch wenn es Held heisst, hat wohl kaum das M?glichkeit, uns umzubringen."

  Meneor: "Vielleicht ist es nicht allein."

  Hisch: "Krieger müssen ein Verfolgungswahn haben. Sonst fehlt ihnen das Grund zum T?ten."

  Meneor schweigt.

  Aladan: "Bist du fertig?"

  Meneor: "Ja."

  Das Publikum steht und klatscht. Aladan, l?chelnd: "Du hast uns gut unterhalten."

  Meneor: "?"

  Lara kommt zu den anderen drei Schwestern. Wagon: "Hast du alles mitbekommen?"

  Lara: "Klar, ich hatte ja sein Stengel nicht im Ohr."

  Alle kichern.

  Piri geht zu Meneor.

  Meneor zu Piri: "Sie verstehen nicht."

  Piri: "Doch, sie haben genau verstanden."

  Meneor: "Warum wollen sie dann nichts tun?"

  Piri: "Genville ist ein Gef?ngnis. Wir k?nnen gar nichts tun."

  Meneor: "Doch."

  Piri: "Was denn?"

  Meneor: "K?mpfen."

  Piri, verblüfft: "Wie denn?"

  Meneor: "Vielf?ltig. Wenn ein Situation aussichtslos ist, musst du es solange ver?ndern, bis es wieder Aussicht gibt."

  Piri: "Für dich ist K?mpfen etwas anderes als nur Kraft und Schnelligkeit, gesteuert von ein bisschen Hirn?"

  Meneor: "Ja. K?mpfen ist das Einrichten des Sieges."

  Piri, mit gl?nzenden Augen, l?chelnd: "Bringst du es mir bei?"

  Meneor, l?chelnd: "Gewiss, mein Fehlgeburt."

  Piri ist erstaunt. Meneor, l?chelnd: "So etwa würde es doch Aladan sagen."

  Piri, würdevoll: "Gewiss, mein Tochter, gewiss."

  Meneor, begreifend: "Ah, Fehlgeburt ist wohl etwas anderes."

  Piri lacht.

  Wagon: "Komm, Piri, wir müssen nach Flu und dem Frau sehen."

  Szeneanfang:

  Held schleicht sich in einen Kellereingang des riesigen Gef?ngniskomplexes.

  Er geht durch enge, düstere G?nge ...

  ... und betritt schliesslich die geheime Kommandozentrale der Natural Guard, einer Geheimorganisation gegen künstliche Organismen. Die W?nde sind voller Waffen und Plak?tchen mit Sprüchen wie 'Tod den künstlichen Genen', 'Mutter Natur, wir sind deine Kinder', 'Ohne Natur, keine Kultur', Reinigt die Erde, die uns gebar, von aller genmonstr?sen Gefahr', 'Lieber von einem Sarg umr?ndert als gentechnologisch ver?ndert' sowie einem grossen Emblem der Natural Guard:

  Es hat Pulte mit Computern und Leute in NG-Uniformen mit dem NG-Emblem an der Schulter. Die Computer haben ganz flache Bildschirme und keine Tastatur, weil alles über Spracheingabe l?uft.

  Als sie Chief Held sehen, stehen alle Leute auf und salutieren. Held, im Stress: "Ich brauche sofort zwei Bewaffnete."

  Ein Mann und eine Frau rennen zu den Waffen an der Wand, ...

  ... um dann vor Held stramm zu stehen.

  Hinter Held gehen sie durch düstere G?nge, ...

  ... eine Treppe hoch, ...

  ... ?ffnen die eine Kellertür zum Labor ...

  ... und n?hern sich Meer von hinten.

  Meer dreht sich um. Meer, überrascht und erschrocken: "Was ...?"

  Held, herrisch: "H?r gut zu, Verr?ter."

  Meer, ?ngstlich: "Was sind das für Leute?"

  Held, herrisch: "Das geht dich einen Dreck an. Für dich ist nur Folgendes wichtig: Vom Krieger weisst du nichts!"

  Held, sein Gesicht nahe an den zurückgelehnten Meer bringend, b?se l?chelnd: "Wenn du gegen mich aussagst, ?ffnen wir ein paar Zellentüren und lassen die Gefangen mit dir spielen."

  Meer, geschockt über diese Perspektive: "Ich schweige. Ich weiss ja gar nicht, wovon Sie sprechen."

  Held ist zurückgetreten und klopft Meer g?nnerhaft auf die Schulter. Held, mit aggressiv unterlegtem Wohlwollen: "So ist es recht. Dann haben wir ja noch ein langes Leben vor uns, nicht wahr?"

  Meer, mit angstvoller Erleichterung: "Sicher, sicher ... ein langes Leben ... danke, vielen Dank."

  Held verschwindet mit seinen Leuten in der Tür zum Untergeschoss. Meer denkt verwirrt: 'Wie kommt der so pl?tzlich herein. Und was sind das für Leute?'

  Szeneanfang:

  Es ist Abend. Eck und eine Interviewerin im Fernsehstudio. Interviewerin: "Herr Stadtpr?sident, Sie haben heute Chief Held fristlos entlassen. Was veranlasste Sie zu dieser ungew?hnlich harten Massnahme?"

  Eck: "Ich würde sie nicht als hart bezeichnen, eher als angemessen, angesichts der Schwere seines Vergehens."

  Interviewerin: "Worin bestand dieses schwere Vergehen, das es rechtfertigt, einen Polizeichef zu entlassen, der die Verbrechensrate in Natural City bedeutend gesenkt hat?"

  Eck: "Herr Held hat einen Krieger nach Genville eingeschleust mit dem Auftrag, alle Insassen zu t?ten. Das ist Anstiftung zum Mord."

  Interviewerin: "Gibt es dafür Beweise?"

  Eck: "Wir haben zwei Amtspersonen zur Untersuchung nach Genville geschickt. Sie kamen beide massakriert zurück."

  Interviewerin: "Das beweist aber nur, wie gef?hrlich die Monster von Genville sind."

  Eck: "Es gibt auch einen Zeugen für den Mordauftrag, den Herr Held gegeben hat."

  Interviewerin: "K?nnen Sie uns sagen, wer es ist?"

  Eck: "Aus Sicherheitsgründen ist die Person nur dem Untersuchungsrichter bekannt."

  Interviewerin: "Dann wollen Sie Chief Held den Prozess machen?"

  Eck: "Nicht ich mache ihm den Prozess, sondern das Gesetz. So sehr ich das auch bedaure."

  Interviewerin: "Sie meinen, dass Sie ihm nicht selbst den Prozess machen k?nnen?"

  Eck: "Ich meine, dass es bedauerlich ist, wenn ein so f?higer Mann über das Gesetz stolpert."

  Interviewerin: "Muss Chief Held in Untersuchungshaft?"

  Eck: "Der Untersuchungsrichter meint, es bestehe keine Fluchtgefahr."

  Interviewerin: "Trotzdem droht ihm Gef?ngnis, wenn die Anschuldigungen stimmen?"

  Eck: "Ja, ohne Zweifel. Auch ein Polizeichef muss sich an das Gesetz halten."

  Interviewerin: "Auch wenn es sich dabei um Genmonster handelt, die unsere Amtspersonen abschlachten?"

  Eck: "Die chaotischen Zust?nde, die bei der Revolution gegen die Gentechnik herrschten, wurden durch klare Gesetze beendet. Wenn wir uns jetzt nicht an diese Gesetze halten, ?ffnen wir dem Chaos die Tür."

  Interviewerin: "Wer wird nun die Security führen?"

  Eck: "Ich werde die Leitung der Security übernehmen, um Missst?nde aufzudecken und zu beseitigen."

  Interviewerin: "Stadtpr?sident und Polizeichef, ist das nicht zu viel Macht in der Hand eines Einzelnen?"

  Eck, mit gewinnendem L?cheln: "Solange die H?nde so verantwortungsvoll sind wie die meinen, sehe ich darin kein Problem."

  Interviewerin: "Herr Stadtpr?sident Eck, vielen Dank für das Interview."

  Interviewerin, in die Kamera: "Nun machen wir einen Sprung vor das Security Geb?ude, wo mein Kollege Chief Held befragt."

  Chief Held und der Reporter stehen vor dem Security Geb?ude. Reporter: "Chief Held, Sie haben heute ihr Büro r?umen müssen. Hat Sie das überrascht?"

  Held: "Als Polizeichef ist es mir gelungen, die Kriminalit?t auf ein für eine Millionenstadt ungew?hnlich tiefes Niveau zu bringen. In Anbetracht dessen h?tte ich mir eine andere Behandlung gewünscht."

  Reporter: "Wurde Ihnen Unrecht getan?"

  Held: "Es ist eine Tatsache, dass ich die überweisung eines Kriegers nach Genville veranlasst habe. Es ist meine Pflicht, die Bev?lkerung von allen gentechnisch ver?nderten Organismen zu schützen ..."

  Held: "... Bedauerlicherweise wurden bei einer Untersuchung der Zust?nde in Genville zwei Amtspersonen, vermutlich durch diesen Krieger, get?tet. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung."

  Reporter: "Sie haben dem Krieger nicht den Auftrag gegeben, die Monster von Genville auszurotten?"

  Held: "Ich stimme Stadtpr?sident Eck voll und ganz zu, wenn er sagt, die Stadt versinke ohne Gesetze im Chaos. Dem Gesetz zu dienen war immer meine innerste und aufrichtigste Bestrebung."

  Reporter: "Stadtpr?sident Eck behauptet aber, es gebe einen Zeugen für den Mordauftrag."

  Held: "Ich bezweifle die Existenz dieses Zeugen."

  Reporter: "Und wenn er nun doch pl?tzlich vor Gericht erscheint?"

  Held, l?chelnd: "Dann werden Sie bestimmt vor dem Gerichtssaal warten, um mein Gesicht zu sehen."

  Der Reporter grinst.

  Reporter: "Wenn sich die Vorwürfe als unhaltbar erweisen, werden wir Sie wieder als Polizeichef sehen?"

  Held: "Ich denke, das Vertrauensverh?ltnis zwischen mir und dem Stadtpr?sidenten ist nachhaltig gest?rt. Eine erfolgreiche Arbeit ist mir jedoch nur m?glich, wenn der Stadtpr?sident hundertprozentig hinter mir steht."

  Reporter: "Vielleicht l?sst sich ja dieses Vertrauensverh?ltnis wieder herstellen, und die Stadt bekommt den, der die B?sen das Fürchten lehrte, zurück."

  Held, l?chelnd: "Wir werden sehen."

  Reporter, in die Kamera: "Chief Held, diese beiden Worte waren für uns gleichbedeutend mit Sicherheit. Ich bin wohl nicht der Einzige, der hofft, dass die Vorwürfe gegen ihn auf einer falschen Zeugenaussage beruhen und bald aus der Welt geschafft werden k?nnen."

  Szeneanfang:

  Es ist Nacht. Begleitet von den vier Schwestern, bewegt sich der lebende, achtbeinige Krankentisch mit der schlafenden Tanja aus dem Labor. Tanjas Nachthemd ist so weit offen, dass der ganze Oberk?rper zu sehen ist. Ihre Haut zeigt keinerlei Spuren der Eingriffe.

  Die seltsame Prozession geht in Richtung Eingangshalle.

  Sie erreicht die Eingangshalle, wo noch ein Sargbeh?lter rumsteht.

  Die vier Schwestern legen Tanja mit dem weitge?ffneten Nachthemd in den Sargbeh?lter ...

  ... und schieben den Sargbeh?lter in die R?hre.

  Wagon drückt einen Knopf, ...

  ... der im Labor von Meer eine Lampe zum Leuchten bringt. Meer bemerkt die Lampe ...

  ... und verl?sst eilig sein Labor.

  W?hrend er durch den Zellentrakt eilt, h?rt er ein 'Mnooo' aus einer der Zellen.

  Meer geht zu der Zelle, aus der das St?hnen kommt, ...

  ... schaut durch das Fenster der Stahltür und durch das dahinter liegende Gitter.

  Ein elender Gefangener liegt mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden und st?hnt 'Mnooo'.

  Als der Gefangene Meer erblickt, sagt er: "Herr Doktor, helfen Sie mir, ich sterbe."

  Meer, gelassen: "Der Tod ist ein sch?ner Ort ... keine Schmerzen ... viel Ruhe ... Warum regst du dich auf?"

  Gefangener: "Bitte, Herr Doktor ..."

  Meer ist dabei, die Stahltür zu schliessen. Gefangener: "Nein! Bitte ... dann verrate ich auch nichts."

  Meer reisst die Stahltür auf ...

  ... und fragt mit scharfer Stimme: "Was verr?tst du nicht?"

  Gefangener: "Das mit der Frau Stadtpr?sidentin. Ich habe Sie beobachtet."

  Meer, nerv?s: "Also gut, streck deinen Arm durchs Gitter. Ich gebe dir ein Mittel gegen deine Blinddarmreizungen, du Simulant."

  Der Gefangene streckt den Arm durchs Gitter, w?hrend Meer einer Spritze die Spitze aufsetzt.

  Die Spritze steckt in der Armbeuge des Gefangenen. Meer hat sie schon zusammengedrückt. Gefangener: "Aber da war ja gar nichts drin."

  Meer: "Doch, Luft. Das ist die beste Medizin. Sie gibt dir den ewigen Frieden."

  Der Gefangene greift sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Herz und macht 'Gnnn'.

  Dann sackt er tot zusammen.

  W?hrend Meer weiter durch den Zellentrakt geht, denkt er: 'Ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn mich jemand erpresst. Das wird dieser Wurm Held auch noch feststellen.'

  Meer betritt den Verbindungsraum zu Genville ...

  ... und will gerade die Panzertür ?ffnen. Meer denkt: 'Halt, dem Krieger traue ich es zu, dass er sich im Beh?lter versteckt, um wieder zurück in die Stadt zu gelangen.'

  Meer: "überwachung, zeige mir den Inhalt des Beh?lters."

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  Ein Viereck verschwindet seitlich in der Wand und entbl?sst einen Flachbildschirm.

  Meer schaut in den Bildschirm und sieht Tanja im Beh?lter liegen. Meer denkt überrascht: 'Frau Eck!'

  Meer eilt zu einem Kommunikator.

  Meer in den Kommunikator: "Schnell, Herr Kollege, bringen Sie die wichtige Person hierher. Seine Frau ist zurück."

  Der Leibarzt von Eck f?hrt an den misstrauischen Wachen vorbei in die Tiefgarage vom Haus des Stadtpr?sidenten.

  Gleich darauf f?hrt er, an den erstaunten Wachen vorbei, wieder weg.

  Eck und sein Leibarzt rennen in den Verbindungsraum zu Genville, wo Meer vor dem geschlossenen Sargbeh?lter steht. Eck, angstvoll: "Lebt sie?"

  Meer: "Ich habe auf Sie gewartet, um Sie als Zeugen dabei zu haben."

  Eck, verwirrt: "Zeugen?"

  Meer ?ffnet den Deckel.

  Die drei M?nner schauen in den Sarg. Eck, entsetzt: "Sie ist ja halbnackt! Was haben diese Monster mit ihr gemacht?!"

  Eck packt Meer am Kittel und schreit: "Hat das Sexmonster sich an ihr vergangen?!"

  Der Leibarzt schl?gt das Nachthemd am ganzen K?rper zurück.

  Leibarzt, auf den nackten K?rper Tanjas blickend: "Es sind keine Spuren einer Vergewaltigung zu sehen."

  Eck f?hrt herum.

  Eck, ausser sich Tanjas K?rper mit dem Nachthemd bedeckend: "Was unterstehen Sie sich. Wollen Sie sich aufgeilen? Sind hier alle verrückt geworden!"

  Meer, bes?nftigend: "Verzeihen Sie, Herr Stadtpr?sident, aber bei einer ?rztlichen Untersuchung muss oftmals der K?rper entbl?sst werden."

  Eck, sich verwirrt an den Kopf greifend: "Jaja, Sie haben Recht ... Ich bin v?llig durcheinander ... Entschuldigen Sie mein Verhalten."

  Die beiden ?rzte schauen ihn abwartend an. Eck: "Ja, bitte fahren Sie mit der Untersuchung fort."

  Der Leibarzt fasst Tanja an die Halsschlagader und sagt: "Sie lebt."

  Dann ?ffnet er wieder das Nachthemd, zupft gleichzeitig sein Stethoskop aus dem Kittel ...

  ... und setzt es auf die Brust. Leibarzt: "Die Atemger?usche sind noch etwas rasselnd, aber viel besser."

  Er legt ihr die Hand auf die Stirn und die Leber und sagt: "Die Temperatur ist normal, und die ertastbaren Geschwulste haben sich etwas zurückgebildet."

  Leibarzt, l?chelnd zu Eck: "Sie ist über den Berg."

  Eck, protestierend: "Aber sie liegt im Koma."

  Meer: "Die meisten kommen tief schlafend zurück ... ein Heilschlaf sozusagen."

  Eck, erleichtert: "Dann bringen wir Tanja jetzt nach Hause."

  Die vier Schwestern beim Verlassen der Eingangshalle. Piri: "Wo Meneor jetzt wohl sein mag?"

  Hisch: "Das hockt bestimmt auf einem Stein und brütet über das Stumpfsinn seines Existenz als Krieger."

  Piri: "Es nicht. Es wird k?mpfen."

  Hisch, auf das Dach eines Turmes zeigend, wo sich vor dem Nachthimmel die Silhouette des sitzenden Meneors abzeichnet: "Das nennst du k?mpfen?"

  Piri schaut mit grossen Augen zu Meneor hinauf, w?hrend die drei anderen kichern.

  Meneor sitzt auf dem Dach des lebenden Turmes und sucht mit seinen nachtsichtigen Augen den Boden von Genville ab. Er denkt: 'Wenn das Insel ein Bunker war, dann gibt es hier irgendwo ein Zugang.'

  Szeneanfang:

  Es ist ziemlich dunkel. Wagon erklettert lautlos den Turm, auf dem Meneor sitzt ...

  ... und schleicht hinter Meneors Rücken auf das Dach.

  In der überzeugung, Meneor zu überraschen, n?hert sich Wagon mit einem L?cheln Meneors Rücken.

  Meneor, ohne sich umzudrehen: "Wagon?"

  Wagon ist verblüfft ...

  ... und sagt betrübt: "Woher weisst du ..."

  Meneor, wie oben: "Ich rieche dich. Du riechst gut."

  Wagon, an sich schnuppernd, zweifelnd: "Na ja, ist wohl Ansichtssache, du Spielverderber."

  Meneor, wie oben: "Welches Spiel verderbe ich?"

  Wagon, protestierend: "Wenn ich es verrate, ist es kein Spiel mehr."

  Meneor, wie oben: "Dann fang von vorn an. Ich sage nichts."

  Wagon kriecht lautlos auf Meneor zu ...

  ... und bedeckt mit den H?nden seine Augen.

  Meneor, den überraschten mimend: "Wer verdeckt mein Licht?"

  Wagon, verblüfft: "Hier ist doch gar kein Licht."

  Meneor: "Ich kann auch in dem Nacht sehen."

  Wagon, entt?uscht: "Menno, so macht das kein Spass. Du kannst riechen wie ein Hund, sehen wie ein Katze und h?ren wie ein Fledermaus. Was haben sie sonst noch alles in dich reingepackt? So kann ich dich nicht überraschen."

  Meneor: "Ist es ein gutes Idee, ein Krieger zu überraschen?"

  Wagon, sich neben Meneor setzend: "Wie meinst du das?"

  Meneor: "Ein Krieger wird vor allem von Feindlichen überrascht. Also ist es gut, wenn es das überraschende t?tet, bevor es das Krieger t?ten kann."

  Wagon, mit grossen Augen begreifend: "Du meinst, ich habe eben mein Leben riskiert?"

  Meneor, lachend: "Ich t?te doch nichts, das so gut riecht."

  Wagon, ihren Kopf in Meneors Schoss legend, mit breitem L?cheln: "Heuchler, Charmeur."

  Wagon zieht ein Messer aus Meneors Gürtel ...

  ... und sagt, es sich an den Hals haltend: "Unter welchen Umst?nden würdest du mir das Kopf abschneiden?"

  Meneor: "Woher soll ich das wissen? Ich kenne nicht alle Umst?nde."

  Wagon, entt?uscht: "Ich habe gehofft, du würdest sagen 'Unter keinen Umst?nden'."

  Meneor: "Stell dir ein riesiges Kampforganismus vor, das dich in einem Stück verschlingen kann. W?re es dann besser, dich von ihm verschlingen zu lassen, sodass du dich qualvoll in seinen Verdauungss?ften aufl?st. Oder w?re es besser, dir, w?hrend du verschluckt wirst, das Kopf abzuschneiden?"

  Wagon, betroffen: "Was für grauenvolle 'Umst?nde'! Und du k?nntest das tun?"

  Meneor, nachdenklich: "Ich weiss es nicht. Es w?re fast so, als würde ich mich selbst t?ten."

  Wagon, gerührt: "Oh wow! Du kennst uns kaum und hast schon solche Gefühle für uns?"

  Meneor, schlicht: "Ja."

  Wagon, mit einer Tr?ne der Rührung: "Das beruht auf Gegenseitigkeit. Du erzeugst ein eigenartiges Vibration in mir und meinen Schwestern. Als würde ein seltsames Energie uns durchfluten und davontragen. An ein unbekanntes Ufer. Wo es Hoffnung gibt."

  Meneor schaut mit grossen Augen.

  Wagon, wie oben: "Auch wenn du mehr K?pfe abgeschnitten als geküsst hast, Meneor. Jetzt ist es Zeit zum Küssen. Lass mich in deinen Armen schmelzen."

  Meneor küsst Wagon z?rtlich.

  Szeneanfang:

  Es ist Morgen. Tanja liegt mit geschlossenen Augen im Bett. Ein Sonnenstrahl beleuchtet Tanjas Gesicht. Eck sitzt auf dem Bettrand und betrachtet sie.

  Tanja schl?gt die Augen auf.

  Tanja schaut ihren Mann an und sagt, geschw?cht und ernst: "Martin."

  Eck legt die Hand an ihr Gesicht und fragt l?chelnd: "Wie fühlst du dich?"

  Tanja, sich an die Stirn greifend: "Mein Kopf schmerzt und mir ist schwindlig, ..."

  Tanja: "... und ich habe so schrecklich getr?umt."

  Eck, l?chelnd: "Was hast du denn getr?umt, mein Schatz?"

  Tanja: "Da waren so seltsame Frauen ... und pl?tzlich war da das Sexmonster, das ich im Fernsehen gesehen habe ..."

  Tanja, angstvoll: "Es wollte mich vergewaltigen."

  Eck, bes?nftigend: "Ruhig, mein Liebes, nur ruhig. Es war doch bloss ein Traum."

  Tanja, weinend: "Dabei hatte ich so schreckliche Schmerzen ... Dann hat mich das Monster geschlagen, und alles ist schwarz geworden."

  Eck greift an ihren Haaransatz über der Stirn und sieht einen schwachen Bluterguss. Eck denkt: 'Diese Ausgeburt der H?lle hat sie tats?chlich geschlagen.'

  Eck, ihr die Tr?nen mit dem Daumen abwischend, bes?nftigend: "Aber sie haben doch gemeldet, dass das Monster tot ist. Du schaust zu viel fern. Diese schrecklichen Geschichten bekommen dir nicht."

  Tanja versucht zu l?cheln: "Es ist doch sonst so langweilig."

  Tanja, in die Sonne blinzelnd: "... aber jetzt scheint ja die Sonne und verscheucht die b?sen Tr?ume."

  Tanja schl?gt das Bettlaken zurück. Eck, überrascht: "Was tust du?"

  Tanja, aufstehend: "Ich muss mal ins Bad."

  Eck: "Aber dafür brauchst du doch nicht aufzustehen ... Dafür haben wir doch dieses Ding."

  Tanja, im Bad verschwindend: "Ich m?chte dieses 'Ding' aber nicht."

  Eck schaut ihr mit offenem Mund zu, ...

  ... um ihr dann nachzueilen. Eck: "Aber Schatz, wenn du zusammenbrichst ... Lass mich dir doch helfen."

  Tanja, ihm die Tür vor der Nase zuknallend: "Lass mich wenigstens im Bad allein."

  Eck begreift die Welt nicht mehr.

  Im Bad rauscht das Wasser.

  Tanja erscheint v?llig ersch?pft und schwindlig in der halb offenen Badezimmertür. Tanja: "Uah, ist mir schwindlig."

  Eck eilt herbei, ...

  ... f?ngt die hinsinkende Tanja auf ...

  ... und tr?gt sie zurück aufs Bett.

  Tanja liegt auf dem Bett und schaut ihren Mann mit grossen Augen an. Eck, leise und erschüttert: "Du h?ttest vorletzte Nacht sterben sollen. Es gab keine Hoffnung mehr. Ich betete und betete ..."

  Eck, leise und erschüttert: "... Dann pl?tzlich begannen sich die Geschwulste zurückzubilden ... Du kannst sogar wieder gehen ..."

  Eck, ergreift ihre Schulter und sagt eindringlich: "Verstehst du ... Der Herr hat meine Gebete erh?rt ... Du wirst leben."

  Tanja, mit grossen Augen, gerührt, leise: "Ist das wahr? ... Du sagst das nicht nur, um mich zu tr?sten?"

  Eck, ihr fest in die Augen blickend, bestimmt: "Nein. Es ist die Wahrheit."

  Tanja l?sst hinter dem sitzenden Eck die Beine über den Bettrand h?ngen und hat den Oberk?rper aufgerichtet. Tanja: "Dann lass uns dem Herrn danken."

  Eck will sie zurückhalten: "Bleib doch liegen ... die Anstrengung."

  Tanja, w?hrend sie sich am Boden hinkniet: "Der Herr hat sich angestrengt, mich zu retten. Nun werde ich mich anstrengen, ihm zu danken."

  Beide knien mit gesenktem Kopf vor dem Bett. Ihre Stirnen berühren sich. Die H?nde sind gefaltet. Die Sonne scheint durchs Fenster, so dass die beiden in ein Lichtmeer getaucht sind. Eck: "Ich danke dir, o Herr, dass du Tanja ein neues Leben geschenkt hast."

  Szeneanfang:

  Meneor liegt schlafend auf dem Dach des Turmes, auf dem ihn die Schwestern in der Nacht gesehen haben. Die Sonne scheint in sein Gesicht.

  Meneor schl?gt die Augen auf ...

  ... und sieht die Kunststoffkuppel über sich, in der sich das gleissende Licht der Sonne bricht.

  Er dreht sich ...

  ... und f?llt vom Dach, ...

  ... kann sich aber mit einer Hand an der Dachkante halten.

  Gelassen h?ngt Meneor an einem Arm da. Er ist solche Situationen gewohnt.

  Meneor sieht den Esspark ...

  ... mit dem Blutstrauch, der behangen ist mit Steaks.

  Er schwingt sich in die n?chstuntere Fenster?ffnung des Turms, ...

  ... um sich dann wie ein Affe von Fenster?ffnung zu Fenster?ffnung zu schwingen, ...

  ... bis er auf dem Boden landet.

  Er überschl?gt sich auf die H?nde, Füsse, H?nde, Füsse ...

  ... und erreicht so den Esspark, ...

  ... wo er vor dem Blutstrauch zum Stehen kommt.

  Er pflückt einen Arm voll Steaks ...

  ... und wandelt schmatzend durch den Park.

  Caesar n?hert sich von hinten ...

  ... und knallt Meneor die Handfl?che auf den Rücken, so dass diesem der Bissen aus dem Mund fliegt. Caesar: "Wünsche dem Todgeweihten ein angenehmes Morgen. Sein Henkersmalzeit bekomme ihm wohl."

  Meneor, grinsend: "Du brauchst dich nicht zu fürchten, Gebüsch im Gesicht. Solange du dein Herrschbedürfnis unter Kontrolle hast, lasse ich dich leben."

  Caesar, weggehend: "Pah!"

  Piri steht hinter einem Strauch, an dem irgend etwas Essbares w?chst, und beobachtet l?chelnd die Szene.

  Meneor geht schmatzend weiter, im Hintergrund beobachtet von Piri.

  Meneor kommt zu Hisch, die sich etwas von einer Stengelpflanze pflückt.

  Hisch h?rt ihn kommen und dreht sich um. Hisch, l?chelnd: "Aha, unser Fleischfresser ist auch da."

  Meneor steht kauend, schmatzend und l?chelnd da. Hisch geht auf ihn zu ...

  ... und bleibt dicht vor ihm stehen. Hisch, ernst: "Ich traue dir nicht. Du wirst uns eines Tages t?ten, um dein Dienverlangen zu s?ttigen."

  Meneor, kauend und l?chelnd: "Ich habe kein Dienbedürfnis."

  Hisch, protestierend: "Alle Krieger haben ein Dienbedürfnis. Die Natürlichen haben uns genug eingetrichtert, wie wir Krieger zu bauen haben."

  Hisch: "Die schw?chlichen Natürlichen mit ihrem Herrschbedürfnis wollen einander dauernd beherrschen. Und weil sie so schwach sind, brauchten sie starke Krieger, die ihnen halfen ..."

  Hisch: "... Wenn die Krieger aber kein Dienbedürfnis h?tten, würden sie sich eines Tages gegen die Natürlichen stellen und sie vernichten. Also darf es kein Krieger geben ohne Dienbedürfnis."

  Meneor, kauend und l?chelnd: "Ausser jemand hat mich geschaffen, um alle Herrschbedürftigen zu vernichten."

  Hisch ist v?llig überrascht von dieser Bemerkung. Ebenso Piri, die im Hintergrund das Gespr?ch verfolgt.

  Hisch, ungl?ubig: "Aber dann h?tte ein Forschendes alle Regeln verletzt und w?re sofort get?tet worden."

  Meneor, kauend und l?chelnd: "Als ich erwachte, wurden alle Forschenden um mich herum get?tet."

  Hisch und Piri sind sprachlos.

  Meneor, den Mund blutverschmiert, mal nicht kauend, l?chelnd, ergreift mit der freien Hand Hischs Schulter und sagt: "Ich spüre dein Angst vor mir. Auch wenn es nicht so stark ist. Würdest du mich t?ten, um dich von diesem kleinen Angst zu befreien?"

  Hisch, leise, mit grossen Augen: "Vielleicht."

  Piri erschrickt.

  Meneor, l?chelnd: "Ich spüre auch dein Schmerz, hier gefangen zu sein. Würdest du mich leben lassen, wenn ich euch befreie?"

  Hisch schaut ihn schweigend, mit Tr?nen in den Augen an.

  Hisch, sich zusammenreissend: "Aber bevor wir uns gegenseitig umbringen, wollen wir noch ein wenig Spass haben."

  Im 'Husch' ist Hisch ausgezogen ...

  ... und bietet Meneor, sich an der Stengelpflanze haltend, den Hintern an.

  Meneor legt kauend und l?chelnd die restlichen Steaks auf Hischs Rücken ...

  ... und begattet sie von hinten. Piri schaut hinter dem Gebüsch l?chelnd zu.

  W?hrend er sie st?sst, kaut und schmatzt Meneor fr?hlich weiter. Hisch macht 'Ohhh'.

  Meneor nimmt seine Steaks ...

  ... und sagt l?chelnd beim Verlassen der Szene: "Behalte dein kleines Wut ... Es ist sehr lustig."

  Hisch schaut verblüfft dem weggehenden Meneor nach.

  Sie setzt sich nackt hin und schaut mit traurigen Augen vor sich hin.

  Piri kommt hinter dem Gebüsch hervor, ...

  ... geht zu Hisch ...

  ... und nimmt sie schweigend in die Arme.

  Hisch weint an Piris Schulter.

  Piri schaut Meneor nach, der von gleissendem Sonnenlicht umgeben ist. Hisch, den Kopf an Piris Schulter: "Was ist das für ein Wesen?"

  Piri: "Vielleicht sollten wir Tank fragen ..."

  Piri: "... Jedenfalls, seit es hier ist, haben wir wieder angefangen zu leben ..."

  Hisch, l?chelnd mit glitzernden Tr?nen: "... und zu weinen."

  Piri und Hisch lachen.

  Meneor hat fertig gegessen. Er bewegt sich auf eine kleine, sanfte, runde Erhebung zu, auf der Gras w?chst. Meneor denkt: 'Hier muss es sein.'

  Meneor geht auf die Knie und tastet den Rand der Erhebung ab. Piri taucht hinter ihm auf.

  Piri, l?chelnd zu Meneors Rücken: "Wenn du fertig gebetet hast, k?nntest du mir das K?mpfen beibringen."

  Meneors Kopf dreht sich um 180 Grad. Meneor: "Was ist beten?"

  Piri legt sich seitlich auf die Erhebung und sagt: "Die Natürlichen glauben an ein h?heres Wesen. Und wenn sie Probleme haben, bitten sie dieses Wesen um Hilfe. Das nennen sie beten."

  Meneor: "Warum l?sen sie ihre Probleme nicht selber?"

  Piri: "Manchmal kannst du ein Problem nicht selber l?sen und bist froh, wenn dir jemand hilft."

  Piri: "Ohne dein Hilfe werde ich das Rest meines Unsterblichkeit in diesem Gef?ngnis verbringen."

  Meneor: "Aber ich bin kein h?heres Wesen."

  Piri legt sich lachend auf den Rücken und sagt zum Himmel: "Vielleicht doch, ... denn ich kann wieder lachen ... und das ist ein Wunder."

  Piri schliesst die Augen und sagt leise und l?chelnd: "Lass mich deine Lippen spüren, w?hrend das Sonne in mein Herz scheint."

  Meneor, mit gerunzelter Stirn: "?"

  Dann beugt er sich zu Piri ...

  ... und küsst sie auf den Mund.

  Meneor richtet sich wieder auf.

  Piri ?ffnet die Augen und sagt glücklich: "Du bist ein so süsses Killer."

  Meneor, mit gerunzelter Stirn: "M?chtest du jetzt k?mpfen lernen oder vom Lust zerfliessen?"

  Piri, gespielt schmollend, w?hrend sie ihre Beine anzieht: "Ach du."

  Piri st?sst ihre Beine gegen Meneors Brust. Dieser ist verblüfft.

  Meneor fliegt meterweit und knallt mit dem Rücken gegen einen Baumstamm. Piri, gespielt schmollend: "K?mpfen!"

  Meneor landet auf seinen Füssen, ...

  ... wirft etliche Messer nach Piri ...

  ... und st?sst sich, mit einem langen Messer in der Hand, vom Boden ab, so dass er seinen Messern durch die Luft folgt.

  Piri schaut wie gel?hmt auf die heranfliegenden Messer, ...

  ... die sich links und rechts von ihr ins Gras bohren.

  Meneor kommt herangeflogen.

  Sie versucht, ihn mit den Beinen abzuwehren.

  Er st?sst ihre Beine jedoch zur Seite ...

  ... und landet auf ihr.

  Meneor macht eine rasche Schneidebewegung mit dem Messer und ritzt dabei die Haut ihres Halses. Piri, erschrocken: "Aua!"

  Meneor sitzt gelassen auf der kleinen Erhebung und leckt einen Blutstropfen von der Klinge. Piri liegt zwischen den im Gras steckenden Messern und schaut ihn mit grossen, erschrockenen Augen an, sich den blutenden Hals haltend.

  Meneor, l?chelnd: "Du bist schneller und st?rker als ich. Trotzdem bist du tot."

  Piri, sich langsam vom Schreck erholend: "Aber wie ist das m?glich?"

  Meneor: "Du hast dich von den heranfliegenden Messern ablenken lassen. Das hat mir das Zeit gebracht, um dich zu besiegen."

  Piri beginnt die Messer aus dem Gras zu ziehen und in der einen Hand zu sammeln.

  Als sie das letzte herausgezogen hat, ...

  ... st?sst sie damit mit unglaublicher Geschwindigkeit zu in Richtung Meneor ...

  Das Messer bohrt sich tief ins Gras, und Piri f?llt vom Schwung auf den Bauch, w?hrend Meneor weghuscht.

  Piri, verblüfft: "Wo ..."

  Meneor ist über ihr in der Luft ...

  ... und knallt mit den Knien zwischen ihre Schulterbl?tter.

  Er h?lt das Messer senkrecht, so dass die Messerspitze auf ihren Nacken zeigt. Meneor: "Du bist tot."

  Meneor ist neben Piri auf den Knien und nimmt ihr die Messer aus der Hand.

  Piri richtet sich in sitzende Position auf, greift sich an den Kopf und fragt verdattert: "Wie ist das m?glich ... es ist nicht m?glich ... ich bin viel schneller als du?"

  Meneor: "Das Einrichten des Sieges besteht aus drei Sichten."

  Piri: "Drei Sichten?"

  Meneor: "Vorsicht, übersicht, Voraussicht. Ich habe vorausgesehen, dass du dich von den Messern ablenken l?sst, ..."

  Meneor: "... und ich habe vorausgesehen, dass du mit dem Messer nach mir stossen würdest. Als dein Arm zu zucken begann, war ich schon weg."

  Piri: "Du redest nur von dem Voraussicht. Aber was ist mit den beiden anderen?"

  Meneor, l?chelnd: "Das Situation hier ist übersichtlich. Und Vorsicht brauche ich keine bei dir. Du willst mich nicht t?ten."

  Piri, gespielt drohend: "Woher willst du das wissen?"

  Meneor, l?chelnd: "Ich habe deine Gefühle gespürt. Du hast kein Angst vor mir."

  Piri: "Ich glaube dir nicht, dass du Gefühle spürst. Aber wollen wir nicht endlich mit dem Training anfangen?"

  Meneor, l?chelnd: "Wir haben schon angefangen. Ich musste dich zuerst verunsichern. Wenn du dich überlegen fühlst, wirst du dauernd verlieren."

  Piri: "Und wie geht es jetzt weiter?"

  Meneor beginnt, die Erde am Rand der kleinen Erhebung mit den H?nden aufzureissen. Meneor: "Grab."

  Piri, verblüfft: "?"

  Kopfschüttelnd f?ngt sie neben Meneor an zu graben. Piri: "Du hast nicht alle Tassen im Schrank."

  Meneor: "Ich habe kein Schrank."

  Piri kichert 'Hihi'.

  Der Rand eines mit dicken Schrauben gesicherten Metalldeckels kommt zum Vorschein.

  Mit von der Kraftanstrengung verzerrtem Gesicht versucht Meneor, den Deckel aufzustemmen. Piri schaut ihn fragend an.

  Nun versuchen beide mit verzerrtem Gesicht, den Deckel hochzustemmen.

  Beide haben losgelassen und betrachten den Deckel. Piri: "Zusammen k?nnen wir etwa zwei Tonnen hochheben. Aber die Schrauben sind viel st?rker."

  Meneor: "Ich weiss."

  Piri, erstaunt: "Warum l?sst du dann ein solches Krampf ab?"

  Meneor, l?chelnd: "Ich wollte nur sehen, ob du auch drauf kommst."

  Piri spielt die Emp?rte: "Für wie bl?d h?ltst du mich eigentlich?"

  Meneor, rezitierend: "Ein kleines Scherz am Morgen, vertreibt dir alle Sorgen."

  Piri, sich die Ohren zuhaltend: "H?r auf, das ist ja entsetzlich."

  Meneor, stolz: "Nein, das ist Poesie."

  Piri schl?gt sich die Hand an die Stirn: "H?tte ich doch nur nie etwas von Poesie gesagt."

  Piri, verwirrt: "Haben wir jetzt das Kampf gegen dieses Deckel verloren? ... Ich verstehe das Sinn dieses Lektion nicht."

  Meneor: "Wie sieht das von dir gewünschte Sieg aus?"

  Piri: "Na, raus hier."

  Meneor: "Du k?mpfst also gegen die Natürlichen, die dich gefangen halten?"

  Piri: "Ja."

  Meneor: "Dann wende die drei Sichten an."

  Piri: "?"

  Piri, grübelnd: "Vorsicht? ... Im Moment tue ich nichts Gef?hrliches ... übersicht? ... übersicht über unser Gef?ngnis ..."

  Piri, begeistert: "übersicht: Wir müssen mehr wissen über unser Gef?ngnis, dann k?nnen wir ... Voraussicht: ein Fluchtweg entwerfen."

  Meneor, l?chelnd: "Und weiter?"

  Piri, auf den Deckel weisend: "Als Erstes erforschen wir das Bunker. Dazu müssen wir dieses Deckel entfernen."

  Piri, mit hilflosem Blick: "Aber wie, das ist viel zu stark?"

  Meneor denkt: 'Kein Ahnung.'

  Meneor sagt, mit verschr?nkten Armen l?chelnd: "Dieses einfache Aufgabe überlasse ich dir."

  Piri schaut sich mit gerunzelter Stirn den Deckel genau an.

  Piri, entschlossen: "Ich hab's. Wir machen ein Stemmpilz."

  Piri zischt davon. Meneor, mit verschr?nkten Armen etwas bl?d dastehend: "?"

  Piri zischt wieder herbei und sagt: "Du kannst es mit dem Vorsicht auch übertreiben. Nun komm schon."

  Piri hat den waagrecht in der Luft h?ngenden und verblüfften Meneor am Handgelenk gepackt und zischt mit ihm davon.

  Im Labor befreien die drei anderen Schwestern gerade Flu von den Hilfsorganen, als Piri und der waagrechte Meneor hereinhuschen. Wagon: "Steh auf Flu, du kannst dich nun alleine heilen."

  Meneor, stehend, Piri und die anderen schauen zu, wie Flu vom Tisch springt, wobei ihn noch sein Hinterteil schmerzt, so dass er 'Jauul' macht. Piris Halswunde hat sich bereits wieder narbenlos geschlossen.

  Hisch: "Nun hab dich nicht so, Flu, du bist doch fast gesund."

  Flu schleicht sich im Labor davon.

  Lara zu Meneor und Piri: "Und was treibt ihr so, wenn ihr's nicht gerade treibt?"

  Wagon und Hisch kichern 'Boa' und 'Ssss'.

  Piri: "Meneor bringt mir das K?mpfen bei."

  Hisch: "Was kann dir dieses Holzklotz schon beibringen."

  Wagon: "Wenn du die Jahresringe eines Holzklotzes z?hlst, kann dies sehr beruhigend sein."

  Lara: "Und was hast du so gelernt?"

  Piri, zum Tank gehend: "Wir machen jetzt ein Stemmpilz."

  Wagon: "Aber ich dachte, k?mpfen h?tte etwas mit ..."

  Wagon schleudert zuerst die eine Faust nach vorn: "... Ha! ..."

  Dann die andere: "... und Ha! ... zu tun?"

  Piri und Meneor stehen vor dem Tank. Der Tank ist eine Art lebende Badewanne mit Deckel. Piri sagt mit hochgereckter Nase: "Ihr wisst eben nichts."

  Hisch: "Es ist schon genauso durchgeknallt wie das Krieger."

  Flu steht mitten im Labor und grinst, w?hrend aus seinem Hintern ein Furz entweicht, der 'Flufluflu' macht.

  Wagon, entsetzt: "Flu-Alaaarm!"

  Die Schwestern hechten aus allen verfügbaren L?chern des Labors ins Freie. Meneor betrachtet neugierig den grinsenden Flu. Um Flu herum breitet sich eine bestialisch stinkende Duftwolke aus.

  Als Meneor in den Bereich der Duftwolke kommt, greift er sich erstickend an den Hals. Flu grinst noch breiter.

  Mit letzter Kraft st?sst Meneor sich vom Boden ab ...

  ... und durchschl?gt das Dach des Labors.

  Auf dem Dach bleibt er, nach Luft ringend, liegen.

  Die Schwestern sind vom Boden abgesprungen und schweben nun über dem Dach, ...

  ... bevor sie auf dem Dach, rings um Meneor landen.

  Lara, besorgt zu Meneor: "Lebst du noch?"

  Die andern kichern 'Hihi', 'Ssss' und 'Boa'. Eine Duftfahne kommt durch das Loch im Dach auf die Gruppe zu.

  Die vier Schwestern packen Meneor ...

  ... und springen mit ihm von Dach.

  In der N?he ist ein Brunnen mit einer freien Fl?che in der Mitte. Die Schwestern tragen Meneor zum Brunnen ...

  ... und stellen ihn auf die freie Fl?che.

  Dann tanzen sie um den Brunnen, w?hrend Meneor verdattert dreinschaut.

  Als er versteht, beginnt Meneor zu l?cheln ...

  ... und nimmt die Pose eines kraftvollen Denkmals ein.

  Singend, tanzend und lachend umkreisen die Schwestern den Brunnen mit ihrem Denkmal.

  Eine springt hoch ...

  ... und landet auf Meneor.

  Dann die Zweite, ...

  ... die Dritte ...

  ... und die Vierte.

  Nun bilden sie zusammen ein Denkmal.

  Piri, zum Labor schauend: "Ich denke, Flus Gestankwolke hat sich verzogen."

  Meneor entspannt sich, und die Schwestern purzeln herunter, ...

  ... wobei sie sich überall anstossen und 'Aua' machen.

  Meneor springt wie eine Gazelle vom Brunnen in Richtung Labor, w?hrend die Schwestern, die schmerzenden Stellen reibend, am Boden liegen. Hisch, ver?rgert: "Holzklotz!"

  Meneor wartet im Labor, vor dem Tank, den er neugierig betrachtet, w?hrend Piri angesaust kommt. Meneor: "Wie geht das?"

  Piri, neben Meneor, auf den Tank weisend, mit der anderen Hand die schmerzende Stelle reibend: "Das ist ein Tank. Es enth?lt Millionen von Genen. Jedes Gen entspricht einem bestimmten Eigenschaft. Indem du dem Tank sagst, welche Gene er kombinieren soll, kannst du dein Wunschwesen herstellen."

  Meneor: "Also, Tank, wir wollen ein Stemmpilz. Auch wenn ich nicht weiss, wozu das gut sein soll."

  Tank: "Welche Eigenschaften soll das Pilz haben?"

  Meneor: "Kein Ahnung."

  Tank: "Das Pilz soll also kein Ahnung haben?"

  Meneor, verdattert: "Nein, ich meine ..."

  Piri kichert 'Hihi'.

  Piri, l?chelnd: "Ein Art Schimmelpilz, anf?nglich sehr klein. Auf das Satz 'Wachse, Pilz!" soll es dann, jedes Widerstand überwindend, zehn Zentimeter hoch wachsen. Danach soll es absterben."

  Meneor, begreifend: "Jetzt verstehe ich."

  Tank: "Fertig."

  Der Tank ?ffnet den 'Badewannendeckel'.

  In seinem Innern, einer Art Geb?rmutter, liegt ein weisser Schimmelpilz, ...

  ... den Piri in die Hand nimmt.

  Die Schwestern kommen herein und Piri sagt zu Hisch: "Wir wollten doch Tank noch etwas fragen."

  Piri zu Tank: "Tank, kannst du uns sagen, was für ein Wesen Meneor ist?"

  Tank: "Du meinst, dieses Rüpel, das das ganze Labor mit Blut vollgespritzt hat?"

  Hisch, grinsend: "Ja genau."

  Tank: "Gib mir dein Blut, Rüpel Meneor!"

  Meneor: "Nein, ich brauche mein Blut."

  Tank, seufzend: "Ich meine natürlich, nur ein paar Tropfen."

  W?hrend die Schwestern kichern, zückt Meneor ein Messer ...

  ... und macht über Tank einen langen Schnitt in seinen Unterarm, ohne eine Miene zu verziehen. Bei diesem Anblick verziehen die Schwestern gequ?lt ihre Gesichter.

  Das Blut rinnt wie ein B?chlein über Meneors Hand in Tank.

  Tank: "Genug! Genug! Wenn ich mich auch an das Geschmack gew?hnen k?nnte."

  Wagon packt Meneors verletzten Arm: "Ich will auch probieren." ...

  ... und leckt von seinem Blut. Die anderen Schwestern: "Ich auch ... ich auch ..." ...

  ... und lecken an Meneors Arm. Meneor betrachtet grinsend das Treiben.

  Wagon, mit blutverschmiertem Mund anerkennend: "Du schmeckst gut." Die anderen Schwestern nicken dazu mit ihren blutverschmierten Mündern.

  Tank: "Es ist ein Chromos 4 Krieger." Die Schwestern erstarren in Fassungslosigkeit.

  Lara stottert: "Da... das ist unm?glich!"

  Hisch ruft fassungslos: "Welches Idiot hat das gemacht?!"

  Meneor versteht nicht: "Was gemacht?"

  W?hrend die Schwestern (auch Piri) leicht bibbernd zurückweichen, sagt Piri: "Kein Gentech darf ein st?rkeres Krieger machen als Chromos 2. Wenn etwas schiefl?uft, w?re das zu viel Risiko ..."

  Piri, mit grossen Augen: "Du bist das gef?hrlichste Wesen, das je erschaffen wurde."

  Meneor, auf Tank weisend: "Das ist nicht wahr. Tank ist viel gef?hrlicher. Es k?nnte viele machen wie ich."

  Die Schwestern sind verblüfft.

  Tank: "Da weiss wenigstens jemand mich zu sch?tzen. Ich nehme das Rüpel zurück."

  Die Schwestern versuchen ein gequ?ltes L?cheln.

  Wagon versucht vernünftig zu sein: "Kommen wir wieder runter. Meneor kann ja nichts dafür, dass jemand die Regeln verletzt hat. Und vielleicht hatte das Gentech ja ein gutes Grund."

  Lara: "Haben wir etwas zu verlieren, was wir nicht schon verloren haben?"

  Piri, energisch: "Ja, unser Zukunft."

  Piri st?sst sich vom Boden ab und sagt: "Komm, Meneor."

  Sie fliegt durch das Loch im Labordach, w?hrend die Schwestern mit Fragezeichen zuschauen, ...

  ... und landet auf der Dachkante. Meneor folgt ihr.

  Piri steht neben dem halb ausgegrabenen Deckel und sagt: "Ich halte das Pilz und du gr?bst das ganze Rand des Deckels frei."

  Meneor macht sich an die Arbeit und sagt maulend: "Eigentlich wollte ich dir etwas beibringen."

  Nachdem der Rand frei ist, beginnt Piri, den Pilz in der Spalte zwischen Deckel und Auflage zu verteilen.

  Noch ein letztes Verstreichen mit dem Finger und der Pilz liegt ringsum in der Spalte.

  Piri: "Wenn ich das Satz gesprochen habe, rennen wir, ja?"

  Meneor: "Warte. Wo bleibt das Vorsicht?"

  Piri: "?"

  Meneor: "Vielleicht ist das das Deckel eines Gifttanks. Dann vergiften wir ganz Genville, wenn wir es wegnehmen."

  Piri schaut erschrocken.

  Meneor legt sein Ohr und eine Handfl?che auf den Deckel. Mit der anderen Hand schl?gt er drauf. Piri schliesst die Augen und ultraschallt den Deckel.

  Piri: "Kein Flüssigkeit... Aber vielleicht ist es Giftgas."

  Meneor: "Nichts Gef?hrliches zu h?ren, zu riechen oder zu spüren."

  Piri, mit bangem Blick: "Wenn es Giftgas ist, bin ich gleich tot."

  Meneor: "Wenn du zu vorsichtig bist, kannst du nicht mehr handeln, ... nichts mehr tun, was das Leben lohnt."

  Piri: "Ich muss bereit sein zu sterben?"

  Meneor: "Wenn du leben willst ..."

  Piri, nachdenklich: "Deine Art zu k?mpfen ist mehr eine Art zu denken."

  Piri schreit: "Wachse, Pilz!"

  Sie rennen hinter einen Stein in Deckung.

  Der Pilz w?chst, ...

  ... der Deckel quietscht.

  Stille.

  Meneor und Piri schauen sich fragend an.

  Mit einem gewaltigen Knall reissen die Schrauben, ...

  ... und der Deckel fliegt weg.

  Piri steht auf ...

  ... und atmet mit geschlossenen Augen tief ein.

  Piri, l?chelnd zu Meneor: "Ich lebe."

  Meneor l?chelt und macht den ersten Schritt in Richtung Bunkereingang.

  Meneor ist dicht vor dem Eingang. Piri folgt ihm vergnügt.

  Pl?tzlich wirft sich Meneor auf den Bauch. Piri erschrickt, ...

  ... dann tut sie es ihm nach. Piri: "?"

  Meneor wirft einen Stein in die ?ffnung.

  Es macht 'Wumm', ...

  ... und eine gewaltige Feuerzunge schiesst gegen den Himmel.

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