Shannas Innerstes spielte vollkommen verrückt, seit sie in den Armen des riesigen Wolfes lag. Ihr Herz beruhigte sich nicht in ihrer Brust… zu aufgeregt, als dass sie es h?tte kontrollieren k?nnen. Es machte sie mit jedem Atemzug nerv?ser und vielleicht glaubte sie noch immer, dass dies hier nicht die wirkliche Realit?t war. Sondern nur das Wunschdenken, das sich immer wieder in ihrem Kopf abspielte. Es waren Tage vergangen, w?hrend sie von Neil getrennt war, und jeder hatte sich angefühlt, als h?tte jemand ihr wild schlagendes Herz entrissen und weit in die Ferne mitgenommen. Ein Gefühl, das Shanna nicht kannte und das sich in dieser kurzen Zeit, seit sie bei diesem Mann und Wolf lebte, so enorm ver?ndert hatte.
Im ersten Augenblick war Shanna schon überrascht und schockiert gewesen, als sie die Verwandlung von Neil beobachtete. Wie sich sein K?rper auf schmerzhafte Weise wandelte und verzerrte… bis vor ihr ein übergro?er zwei Meter fünfzig gro?er Wolf stand, der nur auf beiden Beinen stand, wie ein Mensch, nur eben in tierischer Form. Seinen riesigen w?lfischen Kopf mit seinen leuchtenden Augen, seiner riesigen Schnauze mit scharfen dicken Rei?z?hnen. Seine riesigen Klauen, die demonstrativ sehr scharf waren, schnitten mühelos durch Stein und zerrissen dann den K?rper des Wissenschaftlers in zwei Teile. Es war ein erschütterndes Bild gewesen und in ihr war alles steckengeblieben. Dennoch… Shanna spürte es tief in sich drinnen... sie verspürte keinerlei Angst Neil gegenüber, sobald sie in seine glühenden braunen Augen geblickt hatte, fiel jegliche Zurückhaltung und Vernunft ab. Sofort war sie in seine Arme gelaufen, als w?re das ihre Selbstverst?ndlichkeit. Als w?re es ihr Recht und als dürfte nur sie ihn ergreifen. Ebenso, als sie bemerkte, wie Neil in seiner überm?chtigen Wolfsgestalt angreifen wollte. Sie wusste, wie hinter ihr Emily und Hamish mit den beiden Kindern standen. Ohne zu z?gern, schlang Shanna ihre Arme um seine schmale Taille, die kaum zu seinem muskul?sen, breiten, behaarten Oberk?rper passte, oder zu seinen massiven, kr?ftigen Beinen, die nur vor Muskeln strotzten.
Dieser Geruch nach Zimt brannte sich in ihre Nase fest und Shanna würde sich selbst belügen und behaupten, Neil roch nicht gut in ihrer Anwesenheit. Schon l?ngst hatte sie ihn akzeptiert und wollte nur da weitermachen, wo sie letztens aufgeh?rt hatten. Dazu jetzt seine Worte, die nur wie bestimmt waren und seine sanfte, freudige Stimme sie zu sehen, war mehr wert, als Shanna sich eingestand.
?Nun sprich, ich m?chte da weitermachen, was ich gerne m?chte“, brummte Neil verlangend tief in ihren Kopf und ihr Innerstes w?rmte sich bei seinen aufgeregten Worten auf.
Weil Shanna nicht anders konnte, strich sie weiterhin über sein weiches Fell seines Wolfes, das sich auf seiner ganzen Haut ausgebreitet hatte. W?re es in Ordnung oder noch normal, wenn sie sich wünschte, sich nur an ihn zu kuscheln? Es fühlte sich unter ihren Fingern fantastisch an. Ihre Augen folgten ihren Bewegungen, w?hrend sie das Vibrieren verspürte und leicht l?cheln musste. Wie leicht es ihr im Augenblick bei ihm fiel.
?Zuerst musst du dich… zurück verwandeln“, verlangte Shanna leise von ihm und blickte in seine warmen, glühenden und freundlichen Augen. Wie k?nnte sie das Gegenteil sehen, wenn seine fürsorgliche und menschliche Seite noch mit im Vordergrund stand?
Neils w?lfisches Gesicht verzog sich leicht und sie spürte jede einzelne Nuance unter ihren Fingerspitzen, w?hrend er knurrte und andere Ger?usche machte. Er verbarg sie nicht einmal in ihrem Kopf und Shanna liebte es, wenn er das tat. Er vermittelte ihr jede seiner Reaktionen und wie es tief in ihm aussah. Es lie? jedes Mal erneut ihr Herz h?her schlagen und wie sehr dieser Mann auf sie einging und respektierte, dass sie kein Geh?r besa?. Sie liebte diese T?ne und Kl?nge in ihrem Kopf, die ihre Welt nicht mehr leer, lautlos und einsam zurücklie?. Jeder im Rudelclan der MacKenzie tat es. Jeder nahm zu ihr geistigen Kontakt auf und hinterlie? in ihr eine Welt… voll, laut und geborgen. Das würde Shanna nie mehr hergeben und dafür würde sie bitterlich k?mpfen.
Ganz sanft setzte Neil Shanna in seiner Wolfsform ab, als w?re sie zerbrechlich. An einer Stelle, wo kein Blut und keine Innereien lagen. Bedacht, dass er sie nicht zus?tzlich beschmutzte. Er machte einen Schritt von ihr zurück und sah, wie er mit seinem riesigen Fu?pranken gegen die gesprengten Ketten stieg. Er hatte sie bei seiner Verwandlung so leicht zerfetzt, als w?ren sie nur aus Pappe.
Ohne jede Vorwarnung registrierte Shanna, wie Neil seine Augen schloss und… sich nicht mehr rührte. Nur wenige Sekunden sp?ter sah sie das stetige Zucken, das durch seinen riesigen pelzigen K?rper wanderte. Leicht beugte er sich immer wieder nach vorne und verzog sein w?lfisches Gesicht, als spürte er unsagbare Schmerzen. Am liebsten würde sie ihm gerne einen Teil davon abnehmen, aber Shanna wusste, diese Wahl blieb ihr nicht. Alles dauerte vielleicht nur eine Minute, als Neil splitterfasernackt vor ihr stand und so au?er Atem war, als w?re er einige Kilometer in einem schnellen Marathon gelaufen.
Seine braunen, blutverkrusteten Haare fielen ihm ins Gesicht und Shanna trat einen Schritt auf ihn zu, sodass sie mit ihren Fingern sie aus seinem Sichtfeld schieben konnte. Seit sie mit Neil zusammenwohnte, hatte er ihr so viel Mut zugesprochen und dass er jede einzelne Berührung von ihr genoss. Egal wie, Hauptsache sie kamen von ihr und aus freien Stücken. So viele Tage hatte dieser Mann ihr gew?hrt, an ihm zu üben. Mit Umarmungen, Streicheleinheiten und Bekundungen, die für Shanna stets ein Fremdwort gewesen waren. Neil hatte eine unglaubliche Geduld ihr gegenüber gezeigt, wobei sie von Sorcha erfahren hatte, dass selbst all das keine Selbstverst?ndlichkeit war und ihr Bruder sich damit selbst unter Druck setzte. Immerhin wollte Neil und sein Wolf nichts lieber, als seine Gef?hrtin zu besitzen. Er qu?lte sich mit all dem langsamen Herantasten selbst damit und es erforderte eine unheimliche Selbstkontrolle. Manch anderer Wolf w?re schon l?ngst an seine Grenzen angekommen, h?tte sich von seiner animalischen Natur leiten lassen. Sie wollten dann einfach nur ihren Gef?hrten markieren, sodass niemand auf den Gedanken kam, dass jemand sie unn?tig anfasste oder anschaute.
Allein der Gedanke, der jetzt durch Shannas Kopf wanderte, beschleunigte ihr Herz ein weiteres Mal und lie? ihren Atem stocken. Sie war aufgeregt und gleichzeitig nerv?s. Ganz widersprüchlich im Gegensatz zur eiskalten J?gerin. Aber sie wollte diesen kalten Mantel ihres früheren Lebens ablegen und war von diesem Augenblick an nicht mehr die Frau, die sie einmal gewesen war. Sie wollte ein Teil des schottischen Wolfsrudels werden und ihre Mentalit?t übernehmen, was sie zu einer schottischen J?gerin machte. Daher fasste Shanna nun ihren ganzen Mut und die Erkenntnis zusammen, bevor sie sich nicht mehr traute. Leckte sich nerv?s über ihre trockenen Lippen. Auch der Ort mochte nicht der Idealste sein, aber sie wollte es nicht l?nger aufschieben. Ohne weiter ihre Gedanken spielen zu lassen, legte Shanna ihre weichen, vollen Lippen auf die seinen.
Ein Keuchen breitete sich in ihrem Kopf aus, aber dieses Z?gern von Neil dauerte nur wenige Sekunden, bis sich seine starken Arme um ihren K?rper schlangen und Shanna an seine kr?ftige Brust drückte. Sie gab einen überraschten Laut von sich, aber intensivierte diesen leidenschaftlichen Kuss. Ihr erster Kuss mit Neil und… ihr erster Kuss im Allgemeinen. Noch nie zuvor hatten ihre Lippen andere berührt. Nicht einmal beim Training. Zuvor stets gedacht, was am Küssen aufregend sein sollte. Jetzt verstand Shanna es viel besser… wie aufgeregt ihr Puls durch ihren K?rper rauschte, wie automatisch sich ihre Augen schlossen und sich ihre Arme um seinen Hals legten. Ihr Gefühl sagte, sie konnte nicht nahe genug an diesem Mann haften. Ebenso dass es nicht genug war, w?hrend ihre Finger sich in seine hellbraunen Haare vergruben, wie Neils H?nde über ihren K?rper glitten, als wollten beide nicht aufh?ren. Jede M?glichkeit nutzen, nahe genug zu sein.
Besitzergreifend lag eine Hand von Neil auf ihrem Nacken und die andere unterhalb ihres Rückens, als dr?ngte er sie weiter zu sich heran und spürte seine volle H?rte. Nur widerwillig l?sten sich ihre Lippen und Shanna konnte nur ein protestierendes Ger?usch von sich geben. Auf Neils Lippen erschien ein sanftes L?cheln und er legte seine Stirn an die ihre. ?Wie lange habe ich… darauf gewartet“, seufzte Neil in ihren Gedanken. ?Ich habe das Gefühl, ich sollte mich ?fters gefangen nehmen und foltern lassen, wenn ich von dir dafür so belohnt werde“, lachte er amüsiert.
Shanna seufzte innerlich tief. ?Unterstehe dich, denn das würde ich nicht aushalten“, antwortete sie wahrheitsgem??. ?Ich habe mir wirklich… gro?e Sorgen um dich gemacht, Neil. Eigentlich war das… ganz anders geplant und dass ich dir sagen wollte, dass ich bereit bin, den n?chsten Schritt zu gehen.“ Sie schaute ihn nur verlegen an und wusste nicht, ob sie alles erz?hlen konnte.
?Mo àilleag, ich bin dir unglaublich dankbar, was du für mich riskiert hast. Wirklich… auch wenn mein Wolf und ich auch das Bedürfnis verspüren, dich übers Knie zu legen… oder wie wütend, dass die anderen alle dich haben gehen lassen. In diese Gefahr. Du bist meine Seelengef?hrtin… die einzige Gef?hrtin, die wir an unserer Seite akzeptieren und tolerieren. Ich k?nnte es nicht ertragen dich zu verlieren… es würde mich brechen und zerst?ren“, gestand Neil ihr und ihr Herz erw?rmte sich stetig mehr.
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?Was… was bedeutet… mo àilleag?“, wollte Shanna als Erstes wissen, weil sie die g?lische Sprache noch nicht beherrschte, aber lernen wollte. Allein, weil sie ein gro?er Bestandteil von Neil selbst war.
?Mo àilleag bedeutet… meine Sch?ne“, sagte Neil grinsend und leicht verspielt. ?Das warst du schon vom ersten Augenblick an, als ich dich schwer verletzt in unserem Kerker gefunden habe.“
Ihr gefiel es, wenn Neil sie so nannte, denn es vermittelte ihr ein Gefühl, nur die Seine zu sein, wie er es formuliert hatte. Es war ein durchaus aufregendes und andersartiges Gefühl. Zuvor nie beachtet, verwandelte sich alles ins Gegenteil um und das bei ihrem eigentlichen Feind. ?Das gef?llt mir“, hauchte Shanna in seine Gedanken, weil er weiterhin die Verbindung für sie offen hielt. ?Aber bitte groll uns nicht. Ich habe mich selbst dafür bereit erkl?rt, dich zu suchen, weil die Huntervereinigung dich mir weggenommen hat. Ich wollte nur das wiederhaben, was mir geh?rt.“
Neils L?cheln breitete sich immer weiter aus und an seinen Augenwinkeln erschienen seine Lachf?ltchen. ?Aye, das gef?llt mir auch durchaus“, lachte er warm und umschmeichelte ihre inneren Sinne. ?Ich glaube, ich werde es sehr lieben, wenn du mich als dein Eigentum ansiehst“, knurrte er leidenschaftlich und es versetzte sie in einen wohligen Schauer. ?Mein Wolf ist gerade sehr begeistert über die Worte unserer Gef?hrtin.“
Auch ihre Lippen zuckten ein wenig, noch etwas befremdlich, so viel auf einmal zu l?cheln. Ihre Wangen glühten leicht auf ihrer ockerfarbenen Haut. ?Ich bin bereit… deine Gef?hrtin zu werden. Aber… k?nnen wir das trotzdem… noch langsam angehen?“, fragte Shanna etwas zurückhaltend. Es war nicht so, dass sie es nicht wollte, aber sie glaubte, sie w?re mit zu vielen k?rperlichen Aktivit?ten derma?en überfordert. Auch wenn sie nun v?llig bereit war, Neil als ihren Gef?hrten anzusehen. Sie war nicht naiv, um diesen Unterschied nicht festzustellen. Shanna war in einem Leben aufgewachsen, in dem Geschlechtsverkehr etwas so Schlichtes war, was keine weiteren Gedanken forderte. Doch… mit Neil würde es eindeutig anders sein. Für sie empfand sie etwas und ihre Zuneigung wurde nicht weniger.
Neil entzog seine H?nde von ihrem Rücken und legte sie an ihre beider Wangen. Sanft und so unsagbar z?rtlich, dass Shanna nur innerlich zufrieden ?chzte. Wie konnte er nur so unsagbar aufmerksam und liebenswert sein? Das überforderte sie ma?los und lie? ihren K?rper an Stellen kribbeln, die zuvor noch nie von Bedeutung gewesen waren. ?Keine Sorge, mo àilleag, ich werde dich hier nicht überfallen und das erfordert selbst für mich… eine gro?e überwindung“, gestand Neil ihr, als w?re das ein gro?es Geheimnis.
Shannas Neugier war geweckt und ja, sie hatten vermutlich keine Zeit, aber sie brauchte den Augenblick mit diesem Mann und nur er schaffte es, ihr diesen Halt zu geben. ?Was… was meinst du damit, für dich kostet es… eine gro?e überwindung?“
Nun war es an der Zeit, als sich eine leichte R?te über seine leicht gebr?unte Haut zog. ?Naja…“, ert?nten seine Worte leise in ihrem Kopf und ein leises, verlegenes Knurren. ?Eigentlich… sollte es mir peinlich sein, aber…“, unterbrach er sich selbst und l?ste eine Hand von ihrer Wange, um sich nerv?s am Nacken zu reiben. ?Ich h?tte niemals gedacht… dass ich das mal sage, aber ich glaube, ich habe mit meiner kleinen Schwester… mehr gemeinsam, als ich angenommen hatte“, sagte Neil hastig, als müsste er alles schnell hinter sich bringen. ?Ich… ich bin wie Sorcha“, f?rbten sich seine Wangen in einem dunkleren Ton und seine Stimme zitterte leicht, als w?re ihm das wirklich sehr unangenehm. ?Ich habe mich… ebenfalls für meine Gef?hrtin aufgespart. Ich… ich habe nie bei einer anderen Frau… gelegen“, wurden seine Worte in ihrem Kopf immer leiser und als hallten seine Worte in ihr nach.
Shannas violette Augen weiteten sich bei Neils Gest?ndnis, ihr Herz h?rte einmal kurz auf zu schlagen. ?Oh…“, entfleuchte ein kurzer, überraschter Ausdruck von ihren Lippen. Damit, wenn sie ehrlich war, h?tte sie nicht gerechnet. Neil kam ihr stets selbstbewusst vor und als h?tte er sehr viel Erfahrung. Sie musste mehrmals blinzeln, bis sie einiges verarbeitet hatte. ?Das bedeutet… wir lernen es gemeinsam?“
Ein zufriedener und z?rtlicher Ausdruck breitete sich in seinen warmen braunen Augen aus, der sie gefangen hielt. ?Aye, das… bedeutet es“, schmeichelte er sanft und zog sie in eine tiefe Umarmung. ?Ich bin… also genauso aufgeregt wie du und ich m?chte alles gemeinsam mit dir zum ersten Mal erleben. Nenn mich ruhig einen n?rrischen, romantisch veranlagten T?lpel, aber mein Wolf h?tte niemand an seiner Seite gestattet. Eher h?tte er um sich gebissen, als sich dem Vergnügen hinzugeben, das nichts mit meiner Gef?hrtin zu tun hat.“
Tief in sich fühlte Shanna einen Funken der Erleichterung. Nie h?tte sie es für m?glich gehalten, dass die W?lfe so unterschiedlich waren. Viel hatte sie beobachten k?nnen, wie viele Frauen und M?nner im Rudel anb?ndelten, aber keine Verbindung zueinander besa?en wie Sorcha und Adair. In ihren Augen vergnügten sie sich nur, weil sie diese k?rperliche N?he brauchten. Aber dass es dann solche wie Sorcha und Neil gab, machte die Tragweite gr??er und viel weiter. ?Dann sollten wir beide das gemeinsam… und langsam angehen“, flüsterte Shanna über ihre geistige Verbindung. ?Aber vorher müssen wir hier aus dem H?llen-Labyrinth raus, bevor wir darüber mehr Gedanken machen sollten“, sprach sie ernst und rückte etwas von ihm ab, damit sie in sein Gesicht schauen konnte. Allein bei seinen gehobenen Augenbrauen erkl?rte Shanna ihm ganz genau, wo sie sich hier befanden und was sie in Erfahrung gebracht hatte. Sie erz?hlte auch das, was mit ihrer Schwester Emily zu tun hatte und woher die Kinder kamen. Die wiederum zu Hamish geh?rten. Aber dass noch immer ihr Alpha und zwei weitere Kinder hier irgendwo gefangen gehalten wurden.
?Verstehe“, murmelte Neil in ihren Kopf und schaute sich um, ihr Blick folgte ihm, als die toten Leichen der J?ger noch immer unver?ndert am Boden in einer Blutlache lagen. ?Vermutlich werden irgendwann J?ger darauf aufmerksam werden, dass einige J?ger fehlen oder eben der krankhafte Wissenschaftler. Die würden Jagd auf uns machen“, knurrte er ver?rgert und Shanna erwiderte nichts, als er einen kleinen Tritt mit seinen nackten Fü?en gegen den Kopf des Toten machte. ?Dafür, dass ihr und auch deine Schwester mir geholfen habt, werde ich mich ebenfalls daran beteiligen und die befreien, die zu Hamishs Rudel geh?ren. Wir lassen keine anderen Landsleute zurück“, sprach er weiter und durch seine ernste, tiefe Stimme musste sie ihn ernst nehmen und dankte auch dafür, weil sie ebenfalls noch hiergeblieben w?re. Immerhin hatte sie es den Kindern versprochen.
Shanna blickte zum Ausgang, aber entdeckte keinen von ihnen. Als h?tten sie beschlossen, ihnen diese private Gemeinsamkeit zu g?nnen. ?Erst suchen wir die anderen drei und besprechen das“, wandelte ihre Gemeinsamkeit in Wachsamkeit um. ?Zumal habe ich auch noch einige andere Fragen an meine Schwester und was das zu bedeuten hatte, was der Wissenschaftler zu Emily gesagt hat“, redete sie in Gedanken weiter und teilte mit Neil ihre Besorgnis. Nur irgendwie spannte sich ihr K?rper ungewohnt an, als str?ubte sich alles in ihr, weil sie eine gewisse Antwort nicht h?ren wollte. Nicht nachdem, was Emily ihr alles offenbart hatte. All das, was ihren beider Kontakt intensiver miteinander verknüpfte.
Eine warme Hand ergriff die ihre und sie wandte leicht zusammengezuckt der Berührung zu. So lange, bis sie Neil anschaute. ?Keine Angst, das meistern wir zusammen. Schon vergessen, ab heute sind wir mehr als nur nebeneinander her leben. Alles machen wir gemeinsam und du bist auch nicht mehr alleine, mo àilleag.“
?Ja, das wei? ich, aber gedanklich muss ich mich dennoch noch daran gew?hnen“, erwiderte Shanna vorsichtig, weil das ein weiterer Schritt war, den sie pers?nlich gehen musste. Ebenso ihre Gedankenwelt erweitern. Dabei schaute sie an Neils massiven K?rper auf und ab. Seine strammen Waden und muskul?sen Oberarme, wie seine stattliche Brust. Bei seinen Lenden wollte sie nicht genauer drauf achten. Eine weitere leichte R?te überschwemmte ihr Gesicht. Er war immer noch v?llig nackt und überstr?mt mit Blut. Das würde Shanna definitiv ablenken, wenn er ohne Bedenken mit seiner Nacktheit durch die G?nge wanderte. ?Zu erst… müssen wir irgendwie Kleidung für dich… besorgen“, hauchte sie und wandte ruckartig ihren schwarzen Schopf von ihm ab, was ihren schwarzen Zopf baumeln lie?.
Neil war beachtlich gebaut und innerlich seufzte Shanna zufrieden, wenn sie bedachte, dass all das vorher noch keine Frau berührt hatte oder er andere, machte das schon etwas anderes mit ihr. Sehr viel sogar… da erkannte sie selbst in sich, dass sie sich ebenfalls zusammenrei?en musste. Immerhin waren sie hier nicht alleine.
Schottisches W?rterbuch:
Mutter: Màthair
Vater: Athair
Bruder: Bràthair
Onkel: uncail
Gro?vater: seanair
Gro?mutter: seanmhair
Meine Herzen: mo chridhe
Liebling: A ghràidh
Meine Liebste: mo ghràidh
Mein Schatz: mo ghràdh
Meine Sch?ne: mo àilleag
Meine Tochter: mo nighean
Meine Familie: mo teaghlach
Mein Alles: Mo shonuachar
Mein kleines M?dchen: Mo nighean bheag
Mein Seelengef?hrte: mo anam cara
Mein Herz und meine Seele: Mo chridhe ?s mo anam
Seelenbegleiter: Anam chompanach
Meine Fee: Mo shìthiche
Meine Schwester: Mo phiuthar
Meine geliebte Schwester: Mo phiuthar ghràidh

