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106. Emmanline/Lucien

  Kaum bekam Emmanline mit, wie Lucien sie auf ihr Zimmer brachte… wie sie weit entfernt erkannte, kam keiner ihnen entgegen, als w?ren die G?nge ausgestorben. Als würde in diesem Schloss niemand leben au?er Lucien und ihr selbst… eine Stille, die nahezu greifbar war und ihre Ersch?pfung nur noch tiefer machte. Noch immer konnte sie nicht glauben, was da gerade passiert war… was mit ihr passiert war. Sie stand noch immer unter Schock, Verwirrung und Ungl?ubigkeit… war das gerade wirklich geschehen? Hatte sie tats?chlich einen Gefühlsausbruch gehabt, wie Lucien es angedeutet hatte? Wenn ja, fühlte es sich furchtbar und grausam an… sie fühlte sich schlecht, deprimiert, ersch?pft und sogar etwas erleichtert. Nicht weil sie dies jetzt wirklich fühlen konnte, sondern weil sie es überlebt hatte.

  Ja, es stimmte… für einen kurzen Moment, als diese enorme Welle von Gefühlen Emmanline überrollt hatte, hatte sie gedacht, sie würde sicher daran ersticken. So brutal und m?chtig waren sie gewesen… gnadenlos und erschütternd, als wollte sie alles in ihr zerrei?en, was sie je unterdrückt hatte. Lucien lie? sie kein einziges Mal los, und sie war ihm dankbar dafür… aus einem tiefen Winkel ihrer selbst wusste sie, ohne seine N?he und Berührungen fehlte ihr die Kraft, auf beiden Beinen zu stehen. Sie w?re schon l?ngst zusammengebrochen und innerlich qualvoll zerbrochen.

  Langsam führte Lucien sie zum Bett hin und lie? sie hinsetzen, w?hrend er sich vor ihr hinkniete… behutsam nahm er mit beiden H?nden ihr Gesicht in seine H?nde, damit sie ihn anschaute. Emmanline gehorchte, und sein liebevoller Blick machte sie machtlos… sie konnte nichts tun, wenn er sie so anschaute. Liebevoll und warmherzig. Und das für einen Drachen, der t?dlich und brutal war. ?Ist mit dir alles in Ordnung?“, fragte er mit unsagbar z?rtlicher Stimme, was ihr Herz zum Bluten brachte. Lucien wollte es anscheinend gerne wissen, seine Stimme leise und voller Sorge.

  ?Ich… ich wei?… nicht“, hauchte Emmanline die Worte heraus, schwer schluckend. Sie gestand es ihm, und ihre Augenlider schlossen sich halb vor Ersch?pfung. ?Alles ist so… nun zu viel.“

  ?Das kann ich verstehen. Egal wie lange, Emmanline… eines Tages w?re es so gekommen. Ich werde da sein, dass du es lernst, mit deinen Gefühlen umzugehen. Ich werde dich nicht alleine lassen. Hast du geh?rt?“, verlangte Lucien von ihr, ohne dabei sich zurückzuziehen. Er zog ihr Gesicht n?her zu seinem heran, damit er sie auf Augenh?he küssen konnte… und den G?ttern seien ihrer gn?dig, dieser Kuss war alles andere als die Letzten, die er ihr gegeben hatte. Diesmal war es wirklich anders… so einfühlsam und versprechend, immer da zu sein. Als würde er sie niemals alleine lassen, und dieser Kuss beherbergte noch vieles mehr, was sie dennoch nicht beschreiben konnte. Voller Intensit?t und Einfühlsamkeit. Emmanline konnte nicht anders, als machtlos zu sein… sie musste seinen Kuss erwidern. Sie musste wirklich. Eine halbe Ewigkeit dauerte es, bis Lucien sich von ihren Lippen trennte… sie h?tte ihn am liebsten daran gehindert. Dennoch fühlte sie sich ihm gro?artig gegenüber. Er gab ihr mehr, als sie erahnte.

  ?Bei den heiligen G?ttern…“ Lucien st?hnte auf, und sein Kopf fiel auf ihren Scho?. ?Wenn du mich weiter so ansiehst... mit diesen Augen, bringst du mich noch um. Würde ich nicht schon vor dir auf den Knien sitzen, würde ich es gerade in diesem Augenblick tun.“ Er st?hnte noch einmal und klang gequ?lt… ein gequ?ltes, fast schmerzhaftes St?hnen, das mehr sagte als Worte.

  Nicht einmal bemerkend, glitten ihre schlanken Finger automatisch durch sein schwarzes schulterlanges Haar… weich, seidig und anmutig zugleich. Etwas geschah in diesem Augenblick. Kurz verstand Emmanline nicht wirklich, bis sie bemerkte, dass sie l?chelte… sie l?chelte tats?chlich. Sie konnte es, und es fühlte sich eigenartig und echt an, aber sehr gut… ein Gefühl, das sie noch nie so klar gespürt hatte wie jetzt. Da hatte sie wohl noch einiges vor sich, um all das zu verarbeiten… all die kleinen, ungewohnten Regungen, die sich jetzt in ihr ausbreiteten, ohne dass sie sie kontrollieren konnte. ?Ich tue doch nichts.“ Wobei Emmanline sich tats?chlich einen kleinen Spa? daraus machte… sie konnte es, und das Wissen darum lie? ihr L?cheln nur noch breiter werden.

  ?Du gemeine, b?se und kleine... lügnerische Frau. Das machst du mit Absicht“, warf er ihr schuldvoll zu. Lucien schaute zu ihr auf, versuchte, ernst und b?se dreinzublicken, doch seine Mundwinkel zuckten immer wieder nach oben, als k?nnte er es nicht l?nger unterdrücken.

  ?Nein, mache ich nicht.“ Emmanline konnte nicht aufh?ren zu l?cheln… es fühlte sich zu gut an… als w?re sie… innerlich frei.

  ?H?r auf damit. Du nutzt das schamlos aus“, klagte Lucien j?mmerlich knurrend und seine Augen glommen vor glühender Hitze auf, was sie innerlich erw?rmte.

  Emmanline h?rte auf zu l?cheln und blickte ihn nun ernst an. ?Erst willst du, dass ich Gefühle zeige, und jetzt... nicht mehr?“

  ?Ich h?tte nur nicht gedacht, dass es mich… so unf?hig und schwach macht“, wehklagte Lucien weiterhin und seine Drachenaugen lie?en goldene Funken sprühen. Es strahlte eine unglaubliche W?rme, Z?rtlichkeit und Sehnsucht aus.

  Emmanline konnte nicht widerstehen, w?hrend ihr Herz in ihrer Brust immer schneller schlug. Für diese Momente wie jetzt. Jetzt kicherte sie leicht… ein leises, ungewohntes Ger?usch, das aus ihr herausbrach. ?Das ist doch vollkommen irrsinnig. Du bist ein Drache.“

  Lucien versuchte sein Grinsen hinter reiner Unschuld und leidvollem Widerstand zu verbergen. ?Dennoch nicht… gegen alles gerüstet. Wir m?gen St?rke und Ausdauer haben, aber wir haben keine Chance, wenn es um Gefühle geht. Also ja, du machst mich vollkommen wehrlos und schwach. Und du nutzt es tats?chlich ohne jegliche Reue aus? Du bist doch so was von ungerecht zu mir… und gemein“, neckte dieser Mann sie weiterhin und Emmanline konnte nicht aufh?ren zu glucksen.

  Ungewohnt ohne jeglichen Zweifel.

  ?Das tust du andauernd mit mir. Warum dürfte ich das dann nicht?“, warf Emmanline ihm nach einer Weile vor.

  Lucien brummte auf diese Aussage. ?Weil ich gewisse… Rechte habe?“

  Stirnrunzelnd schaute sie ihn an. ?Wie bitte? Rechte? Welche Rechte?“

  Das brachte Lucien herzhaft zum Lachen… ein tiefes, herzliches Lachen, das den Raum füllte. ?Echt unglaublich... so bezaubernd.“ Er lachte einfach weiter.

  Ihre Furchen auf der Stirn vertieften sich immer weiter. ?Was gibt es da zu lachen?“

  ?Nichts. Nichts“, schmunzelte Lucien nur noch am Ende und er winkte ab, als w?re es nichts von Bedeutung.

  ?Ich verstehe diese Art und der Sinn dahinter nicht. Ich verstehe nicht, warum du so bist?“, fragte Emmanline nun leicht misstrauisch ihm gegenüber, w?hrend dieser k?nigliche Drache noch immer vor ihr niederkniete, was ein unglaubwürdiges Bild ergab.

  ?Wie bin ich denn?“, meinte Lucien stutzig.

  Kurz dachte Emmanline stirnrunzelnd nach. ?Nun ja… so sehr von dir überzeugt, dass du alles darfst und kannst.“

  Da lachte Lucien wieder, und es ?rgerte sie zunehmend mehr. ?Emmanline, du vergisst… ich bin ein Drache. Wir nehmen uns alles raus, was wir wollen und ben?tigen. Also warum sollte ich mich da zurückhalten, wenn ich dich dafür bekomme? Das ist das Natürlichste von der Welt.“

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  Das Natürlichste von der Welt? Wusste er überhaupt, wovon er da sprach?

  ?Natürlich.“ Emmanline schnaubte leise und wollte auch gar nicht weiter auf dieses Thema eingehen… es würde zu nichts führen, aber anscheinend wusste er es nicht besser.

  ?Warum h?re ich da so gro?en Spott aus deiner Stimme heraus?“ Lucien erhob fragend eine schwarze Augenbraue, sein Blick ruhte auf ihr... neugierig, aber auch mit einem Hauch von Belustigung.

  Gütige G?tter, er machte sie noch vollkommen schwach. ?Stimmt doch überhaupt nicht. Ich verspotte dich nicht“, klagte Emmanline nun vorwurfsvoll.

  ?Ich glaube, ich sollte dir noch einmal einiges klarstellen. Ich will dich wirklich, Emmanline… nicht nur weil du meine Seelengef?hrtin bist. Mein Drache… gleicherma?en wie der Mann von mir… wir haben uns entschieden, dich zu behalten. Wir sind von dir so sehr fasziniert und verzaubert, dass wir nicht anders k?nnen. Wir fühlen uns in deiner Gegenwart wohl und wollen nicht mehr von deiner Seite weichen, egal was passieren m?ge“, sprach Lucien mit einer tiefen Z?rtlichkeit und Inbrunst, was sie mit einem erdrückenden Gefühl der Zuneigung in ihr aufkeimen lie?. Gütige G?tter, Lucien sprach vollkommen die Wahrheit… Emmanline war sich so sicher, wie sie atmen musste. Das schockierte sie derma?en, aber sie versuchte, ihre Reaktion zu verbergen… wie sehr es sie betraf, wie tief es in ihr nachhallte. ?Auch wenn es klingt, als würden wir von einem Gegenstand sprechen… ist dem nicht so. Wir betrachten und sch?tzen dich mehr als unseren gegenst?ndigen Drachenhort, den wir so mühselig in unserem unendlichen, langweiligen Dasein angeschafft haben. Du bist alles andere als das, und darum wollen wir dich. Wir wollen dich als eine besondere und wertvolle Person an unserer Seite haben. Wir wollen, dass du ein Teil von uns wirst… nicht nur vom Schicksal auserkoren und weil du in uns ein Teil wieder erweckt hast, der uns aus dem ?den langweiligen Leben rei?t.“ Lucien l?chelte sie sanft an, w?hrend er z?rtlich ihre Wange berührte… eine Berührung, die so leicht war und doch alles in ihr zum Beben brachte.

  Emmanline wusste nicht, für was sich ihr Herz entscheiden sollte… sollte es stocken oder rasend schnell schlagen? Es wechselte von einer Sekunde zur anderen. Warum war sie nur so machtlos gegen ihn? Vom Verstand her versuchte sie, sich zu weigern, doch aus dem Tiefen ihrer selbst wollte sie genau das. Sie sehnte sich nach all dem, was ihr der Drache gab und sagte… sie sollte sich so sehr dagegen wehren, weil sie wusste, dies würde nicht ewig w?hren. Eines Tages würde es so kommen, dass Emmanline genau das alles aufgeben musste. Sie würde ihn verlieren. Darum, je weiter sie sich auf Lucien einlie?, umso schwerer würde es sein, würde dieser Tag kommen… loszulassen.

  Schon einmal hatte Emmanline eine wichtige Person in ihrem Herzen verloren, und es h?tte sie beinahe zu Grunde gerichtet. Wenn ihr das zum zweiten Mal passierte, würde sie nicht darüber hinwegkommen… das wusste sie mit unendlicher Gewissheit. Sie würde es allein durch ihre angeborenen überlebensinstinkte überleben, aber nicht ihrer Seele gegenüber. Sie würde am Boden zerst?rt sein. Nichts und niemand k?nnte es je ungeschehen machen. Genau das machte Emmanline am meisten zu schaffen… egal, was sie tun würde, es würde sie seelisch t?ten.

  ?Psscht.“ Lucien nahm sie in seine Arme… sanft, aber fest, als wollte er sie vor der Welt und vor ihren eigenen Gefühlen schützen.

  Sie wusste nicht genau warum, bis ihr Verstand langsam etwas zurückkehrte… doch jetzt wusste Emmanline es. Sie spürte Tr?nen auf ihren Wangen, warme, unaufhaltsame Tr?nen, und sie war machtlos dagegen… sie konnte die salzige Flüssigkeit nicht stoppen... nicht aufhalten, nicht einmal verbergen.

  Diese verflixten Gefühle… ich beginne sie jetzt schon nicht zu m?gen.

  ?Ist schon in Ordnung. Ich bin hier“, versuchte Lucien sie weiterhin z?rtlich zu tr?sten, ohne sie loszulassen.

  Und genau das war es ja… er war hier. Trotzdem konnte Emmanline ihm das nicht sagen… die Worte wollten einfach nicht über ihre Lippen kommen, blieben in ihrer Kehle stecken. Darum schmiegte sie sich nur noch mehr an ihn… presste sich enger an seine Brust, als k?nnte seine N?he allein alles halten, was in ihr auseinanderzufallen drohte.

  Lucien

  Was war schockierender? Zu spüren, wie Emmanline all ihre Gefühle so verzweifelt bek?mpfte, oder sie verst?rt und weinend in seinen Armen zu halten? Egal, was er dachte oder fühlte… beides war schockierend… auf eine Weise, die ihm den Atem raubte und ihn gleichzeitig tiefer an diese zarte Frau band.

  Irgendwas ging in ihrem kleinen hübschen K?pfchen vor, was Lucien schon rattern h?rte… wie im Innenleben einer Uhr, das alles in Bewegung hielt, mit all ihren zahllosen kleinen R?dchen, die sich unaufhaltsam drehten. Aber dennoch konnte er sie deshalb nicht fragen… er spürte genau, dies war kein richtiger Zeitpunkt, und jede Frage h?tte sie nur noch mehr aufgewühlt.

  Lucien ahnte, Emmanline würde eine Zeit brauchen, ihre Gefühle zu ordnen und zu beherrschen… es würde nicht leicht werden, denn es war ein gro?er emotionaler Ausbruch gewesen, den sie hatte erleiden müssen. Also würde es für sie wirklich hart werden, und er konnte es schon verstehen… wie überw?ltigend und ersch?pfend es sein musste, all das auf einmal zu spüren... mit geballter Kraft. Niemals würde Lucien Emmanline alleine lassen… schlie?lich geh?rte sie zu ihm. Sie geh?rte an seine Seite, und er würde immer auf ihrer Seite stehen… komme, was da wolle.

  Ihm war es gar nicht bewusst gewesen, dass Emmanline in seinen Armen eingeschlafen war… all diese Emotionen mussten sie v?llig ersch?pft haben. Als sie so in seinen Armen lag, sah sie friedlich und unbekümmert aus, was ihn sehr erfreute… so wollte Lucien sie sehen. Friedlich und sorglos, ohne den Schatten all der unterdrückten Gefühle, die sie so lange getragen und unterdrückt hatte.

  Sanft legte Lucien Emmanline neben sich auf das gro?e weiche Bett, deckte sie behutsam zu und betrachtete die Frau, die ihm mehr als alles andere bedeutete… so wie sie jetzt dalag und er ihr z?rtlich eine wei?e Haarstr?hne aus der Stirn strich, kam diese Erkenntnis mit einem Schlag. Er hatte schon ein solches Gefühl gehegt, aber jetzt wurde es ihm richtig bewusst… klar, unausweichlich und überw?ltigend.

  Ich liebe sie. Wahrhaftig… ich liebe sie.

  Jetzt war es an ihm, dass Lucien von gro?en Gefühlen überschwemmt wurde… seine Gefühle ihr gegenüber waren immer offensichtlicher geworden, und er vermutete, jeder sah es. Au?er Emmanline… und vielleicht war es erst einmal am besten so. Lucien wusste nicht, wie sie darauf reagieren würde… vermutlich total entsetzt und abweisend ihm gegenüber, w?hrend sie sich weiter hinter ihren inneren seelischen Mauern verkroch. Und doch konnte er es nicht ?ndern… es war da, tief in ihm verwurzelt, und es würde nicht mehr vergehen, sondern sich nur noch tiefer verankerten.

  Seufzend schloss Lucien für einen Augenblick seine Augen und genoss die Emotion, ihren bet?renden Geruch, einfach Emmanline bei sich zu haben… in seinem Bett und ganz in seiner N?he. Ihr Anblick war alles, was er je sehen wollte… das für den Rest seines unsterblichen Lebens.

  Behutsam streichelte Lucien über ihr schneewei?es Haar, und Emmanline seufzte leise in ihrem Schlaf auf, was ihn wirklich zum Schmunzeln brachte… sie war am Ende doch so unschuldig und rein, obwohl sie sich so taff gab. Ja, diese Frau war stark und behauptete sich, aber in ihr schlummerte noch etwas ganz anderes… nicht der Teil, der ihr anderes Wesen ausmachte, sondern in ihrem Inneren. In ihr steckte viel mehr als das.

  ?Du bist einfach unglaublich.“ Lucien beugte sich zu ihr herab und küsste Emmanline sanft auf ihre Stirn… kurz bewegte sie sich, bis sie sich zur Seite unter der w?rmenden Bettdecke einrollte. Er konnte einfach nicht aufh?ren zu l?cheln. Die G?tter mochten ihn bewahren. So unschuldig und rein. Ihm war nicht klar, wie lange er schon auf der Bettkante sa? und sie beobachtete, als er daran dachte, dass er noch etwas erledigen musste… wie immer in seiner amtierenden Position... wie sehr er auch bei ihr bleiben wollte, er musste sie für einen Augenblick verlassen.

  ?Geh ruhig, Lucien.“ Emmanline murmelte es verschlafen, als sie mit einem verschleierten silbrigen Blick zu ihm heraufschaute. ?Ich wei?… du musst noch etwas... erledigen.“

  Um ihn war es einfach geschehen… Lucien l?chelte sie an, warm und voller Z?rtlichkeit. ?Ja, muss ich. Aber... ich werde schnell wieder bei dir sein.“

  ?Schon in Ordnung.“ Emmanline l?chelte zurück… ein kleines, müdes, aber echtes L?cheln.

  Wenn Lucien nicht sofort ging, würde er nicht mehr aus diesem Zimmer herauskommen. ?Ich beeile mich.“ Er küsste sie noch einmal auf den Mund, bevor er verschwand… stand auf und bevor er die Tür ?ffnete, schaute er noch ein letztes Mal zu ihr zurück. Doch sie war schon wieder eingerollt eingeschlafen. Wie leicht sie dies jetzt tat… einfach einschlafen, wenn er dachte, am Anfang hatte sie nie geschlafen. Scheint so, als h?tte sie jetzt einen Drang dazu. Unerkl?rlich.

  Bevor Lucien wirklich seiner Sehnsucht und die seines Drachen erlag, ging er raus und sandte per Gedankengang seiner Schwester Ruby eine Nachricht. ?Ruby, komm sofort in mein Arbeitszimmer.“

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