home

search

68. Culebra

  Es gab nur zwei Dinge, die sein Blut erst richtig in Wallung brachten. Es brauchte nicht viel, aber es durfte auch nicht zu wenig sein. Zumal Culebra nahm sich einfach, was er wollte. Denn wenn er etwas begehrte, holte er es sich mit absoluter Gewissheit. Sex und Gewalt… das waren die beiden Dinge, die ihn erst richtig lebendig machen. Allein der Gedanke daran, wie Blut in Str?men floss und überall der Geruch von Tod in der Luft hing, drehte ihn so richtig an. Oder die bettelnden… qualvollen Schreie, die wie Musik in seinen Ohren klingen. Es gab nichts Besseres, das er sich vorstellen konnte. Stirbt Krieg purer Macht.

  Man mochte ihn wahnsinnig und tyrannisch nennen, aber so war er nun einmal. Culebra liebte es, anderen Schmerz zuzufügen und alles niederzubrennen, was sich ihm in den Weg stellte. Es war seine St?rke und seine Macht, die ihn darin best?rkten. Er besa? die Kraft dazu, und genau das erfüllte ihn mit der unerschütterlichen Zuversicht, dass er als alleiniger Herrscher regieren sollte. Culebra würde sein Volk zu noch gr??erer St?rke führen, als es je gewesen war. Nichts und niemand würde es dann noch wagen, sie anzugreifen, sobald er seine Ziele erreicht hatte.

  Allein der Gedanke an die Macht, die er besitzen würde, wenn ihm endlich alle Untertanen geh?rten, erfüllte ihn mit vorfreudiger Erwartung. Er… niemand anderes als Culebra selbst… besa? die St?rke, die ihn dazu pr?destinierte, als Alleinherrscher über das Drachenvolk zu regieren. Im krassen Gegensatz zu den De la Cruise. Sie hatten absolut keine Ahnung, wie man ein Reich führte, und er würde alles daran setzen, das zu ?ndern. Egal, wen oder was er dabei niederwalzen musste.

  Jedes Mal stieg ihm die Galle hoch... Hass und Zorn brodelten wie kochende Lava in ihm. Besonders, wenn er daran dachte, dass Lucien De la Cruise derzeitig auf dem Thron sa?. Wie er ihn verachtete. Wie gerne würde Culebra ihn qualvoll leiden sehen. Allein der Gedanke, ihm eines Tages alles zu nehmen, war ihm lieb und teuer, lie? ihn vor Euphorie kaum noch an sich halten. Er würde sich diesen Genuss… das Flehen… die schmerzverzerrten Schreie… nicht verwehren. Zu lange wartete er schon darauf, diese verhasste Blutlinie der De la Cruise endlich auszul?schen. Oh… wie er darauf hin fieberte. Culebra kam seinem Ziel immer n?her, und es würde nicht mehr lange dauern, bis er alles besa?, wovon er so sehnlichst tr?umte.

  Schon vieles hatte Culebra in die Wege geleitet… Bündnisse geschlossen, die ihm normalerweise zuwider waren. Aber solange sie ihm dienten, schiss er darauf. Seit Jahrhunderten hatte er klammheimlich seine eigene Streitmacht aufgebaut. Abtrünnige und Gesinnungsgenossen, die seiner Meinung waren... er hatte sie zu seinem eigenen Volk gemacht. Es wuchs stetig, und er hatte keine Skrupel, seine überzeugungskünste anzuwenden. Viele teilten seine Ansicht… wenn nicht bald etwas geschah und eine harte Hand die Macht übernahm, würde das Drachenvolk eines Tages untergehen. Davon waren sie alle überzeugt. Also würde er die Drachen wieder zu ihrer vollen… nein, zu ihrer alten St?rke emporführen.

  Mitten in diese Gedanken drang ein flehendes… schmerzverzerrtes Wimmern, das ihn zurück ins Hier und Jetzt holte. Eine Nymphe lag vor ihm gekrümmt. Er spürte den lustvollen Druck um seinen Schwanz, w?hrend Culebra immer wieder hart und unbarmherzig in sie eindrang. Nachgiebig und skrupellos spie?te er sie auf… wieder und wieder. Sie musste wissen, wie sehr es ihn erregte, wenn sie bettelte, er solle aufh?ren. Oder das Schluchzen, wenn sie versuchte, vor ihm wegzukriechen. Er liebte es, beim Sex Gewalt anwenden zu müssen. Das gab ihm den besonderen Kick, der sein Blut erst richtig in Wallung brachte.

  Seine scharfen Krallen hatten sich tief in ihre Hüften gegraben, sodass sie ihm nicht entkommen konnte. Es war nicht das erste Mal, dass Culebra sich gewaltsam an dieser Nymphe vergriff, und er würde es so oft wiederholen, bis er das Interesse an ihr verlor… sie nutzlos wurde… oder tot vor seinen Fü?en lag. Er machte sich nichts aus ihr. Er konnte sich jederzeit eine andere suchen, die seine Gelüste stillte. Culebra interessierte nicht, wie viel Gewalt er anwenden musste. Er tat es einfach… ohne sich auch nur einen Gedanken darüber zu machen. Hart und brutal nahm er sie ran. Er konnte Blut wittern, was seine Nasenflügel vor lustvollem Zittern zum Beben brachte… auf Vorspiele verzichtete er von vornherein. Solche Spielchen langweilten ihn zu Tode.

  Da drang ein bekannter Geruch in seine Nase, der die von Blut und Sex geschw?ngerte Luft durchschnitt. Ein wildes Knurren entwich ihm… eine deutliche Warnung, dass er nicht gest?rt werden wollte. Doch gleich darauf erklang eine ehrfurchtsvolle… zitternde Stimme. ?Meister, ich... ich bitte um Verzeihung, dass ich Sie st?re“, begann der Mann unsicher. ?Ich habe Neuigkeiten, die Euch interessie…“

  ?Diese Neuigkeiten sollten besser von unheimlicher Wichtigkeit sein, wenn du es wagst, mich zu st?ren. Ich hasse es, unterbrochen zu werden“, unterbrach Culebra den Mann brüsk, ohne auch nur einmal in seinen Bewegungen innezuhalten. Erneut klatschte nackte Haut auf nackte Haut, w?hrend er seinen harten Schwanz tiefer in sie trieb… endlich die Erl?sung suchend. Im Moment gab es nur eins, was ihm diese genussvolle Entspannung bringen konnte. Für den Augenblick ignorierte er seinen Lakaien, der in respektvollem Abstand auf dem Boden kauerte, das Haupt bis zum Stein gesenkt.

  Weiter rammte Culebra sich in ihre enge… vor R?tung glühende M?se, erg?tzte sich an dem Anblick. Sein Oberk?rper beugte sich vor, die Brust fest gegen ihren Rücken gepresst, w?hrend er sie unsanft auf den kalten steinharten Boden drückte. ?Wie ich es genie?en werde, deine Schreie in mich aufzusaugen… und wie sehr ich dich schmecken werde“, flüsterte er ihr unheilvoll ins Ohr. Die Nymphe wusste sofort, wovon er sprach. Ein entsetzter Laut entrang sich ihrer Kehle, und sie begann zu keuchen. Verzweifelt versuchte sie, sich zu wehren, doch gegen seine überlegene St?rke hatte sie keine Chance. Er war der M?chtigere… der St?rkere.

  Stolen content warning: this content belongs on Royal Road. Report any occurrences.

  Mit einem genüsslichen Lecken fuhr seine Zunge über ihre nackte Haut… zwischen Schulter und dem zarten Hals. Culebra st?hnte bei diesem Geschmack laut auf, konnte vor Vorfreude kaum an sich halten. Endlich schlug er zu… mit einem einzigen Biss bohrten sich seine scharfen Rei?z?hne tief in ihr Fleisch, genau zwischen Schulter und Hals. Vor Schmerz und Angst schrie sie entsetzt auf, erstarrte in seiner Umklammerung, gefangen unter seinem schweren K?rper. Allein der erste Tropfen ihres sü?en Blutes auf seiner Zunge lie? ihn voller Genuss aufst?hnen. Der erste Schluck brachte ihn schlie?lich zur Erl?sung. Culebra knurrte machtvoll bei seinem heftigen H?hepunkt. Sein Samen str?mte in hei?en Schüben aus ihm heraus, pumpte sich tief in ihren K?rper. Der Orgasmus kam so pl?tzlich und mit solcher Heftigkeit, dass er au?er Atem geriet und ein Beben seinen ganzen K?rper erzittern lie?. Schwei?tropfen perlten ihm die Stirn hinab. Es dauerte eine Weile, bis er sich aufrichtete und sich aus ihr zurückzog.

  Sofort brach die Nymphe vor ihm zusammen, zitterte am ganzen Leib, schluchzte verzweifelt und rollte sich Schutz suchend zusammen, als wollte sie sich unsichtbar machen. ?Schafft sie mir aus den Augen“, befahl er einem seiner W?chter, der sofort herbeieilte und sie davonschleppte. ?Nun zu dir.“ Culebra richtete seinen eiskalten Blick auf den Lakaien, der sich keinen Zentimeter gerührt hatte. Eine eisige H?hle nannte Culebra sein Domizil… ein Versteck, das er mit Bedacht gew?hlt hatte. Das Labyrinth aus G?ngen und Kammern erstreckte sich tief unter meterdicken Eisschichten verborgen. Es machte ihm nichts aus, sich in voller Nacktheit zu pr?sentieren, w?hrend er die wenigen Stufen von seinem kleinen Podest herunterstieg. ?Was sollen das für Neuigkeiten sein, die mich angeblich interessieren?“, fragte Culebra mit gef?hrlich ruhiger Stimme.

  ?Ich wollte es im ersten Augenblick nicht glauben, aber wir habe die Frau gefunden, die Euch verloren gegangen ist, Meister“, antwortete sein Untergebener sofort.

  Sofort wusste Culebra, von welcher Frau er sprach. ?Wo?“, forderte er mit gebieterischer Stimme. Schon seit langer Zeit versuchte er, dieses Miststück von einer Elfe wiederzufinden. Ein einziges Mal hatte er eine Lage falsch eingesch?tzt… eine kleine Garnison hatte sein vorheriges Versteck entdeckt. Er war entkommen, doch er hatte einiges zurücklassen müssen… darunter diese geheimnisvolle Frau, die seit ihrer Geburt in seiner Gefangenschaft gewesen war.

  Damals hatte Culebra eine au?ergew?hnliche Gefangene gemacht… die Gemahlin des Elfenk?nigs pers?nlich. Culebra hatte sofort gespürt, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmte… sie war anders. Ein solches Wesen war ihm noch nie begegnet. Reiner Zufall wollte es, dass sie schwanger gewesen war. Ein Glücksfall. Sie brachte ein Kind zur Welt, und schon als S?ugling nahm er einen schwachen Geruch wahr… eine Mischung aus Elfe und etwas g?nzlich Unbekanntem.

  Eigentlich hatte Culebra das G?r t?ten und die zerstückelten überreste dem Elfenk?nig schicken wollen. Doch dann entdeckte er etwas Au?ergew?hnliches… Unerkl?rliches… egal, was er tat… er konnte das Kind auf keine Weise t?ten. Jedes Mal, wenn er glaubte, es h?tte den letzten Atemzug getan, erwachte es wieder zum Leben. Wie oft hatte er versucht, dieses R?tsel zu l?sen?

  Die Schlampe von Mutter sang kein einziges Mal wie ein V?gelchen, ganz gleich, wie sehr er sie folterte… nicht einmal, als Culebra ihr eigenes Kind benutzte. Es schien ein weit gr??eres Geheimnis zu sein, als er zun?chst angenommen hatte. Das hatte ihn oft in den Wahnsinn getrieben, doch er hatte sich geschworen, es herauszufinden. Das Missliche war nur, dass die Mutter irgendwann ihren letzten Atemzug getan hatte. Immer wieder hatte er sich gefragt… wie konnte die Mutter sterben, das Kind jedoch nicht? Was war das Geheimnis dahinter?

  Deshalb wollte Culebra dieses G?r zurückhaben und dort weitermachen, wo er aufgeh?rt hatte, bevor er sie verloren hatte. Ein solcher Fehler würde ihm kein zweites Mal unterlaufen. Das hatte er sich geschworen.

  ?Sie ist in der Obhut von Lucien De la Cruise, dem K?nig“, antwortete der Untergebene z?gerlich. ?Sie weicht nicht von seiner Seite, und offensichtlich… hat er Gefallen an ihr gefunden.“ Er sprach vorsichtig, denn er wusste genau, wie sehr sein Meister diesen Bastard hasste.

  Wutentbrannt brüllte Culebra auf, riss den Mann hoch und packte ihn an die Kehle. ?Was sagst du da?“, fauchte er. Immer fester drückte er zu, bis der Untergebene begann, sich zu wehren. Culebras Gedanken rasten. Wie kam Lucien zu ihr? Mit Sicherheit würde er sie als Vorteil nutzen und selbst herausfinden, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Au?erdem musste er sie schneller zurückholen, als er je geplant hatte… bevor Lucien sie für seine eigenen Zwecke einspannen konnte. Oder…? Ein blitzartiger Gedanke durchzuckte ihn.

  Abrupt lie? Culebra von dem Mann ab. Der Feld hustend und r?chelnd zu Boden. Culebra machte eine halbe Drehung, schritt zurück zum Podest und lie? sich auf seinen Thron sinken… einen Thron aus reinem kaltem Eis.

  ?Du sagtest, er weicht nicht von ihrer Seite und zeigt Interesse an ihr? H?chst interessant.“ Ein hocherfreutes Lachen entwich ihm. ?Vielleicht kann ich das zu einem noch gr??eren Vorteil machen, als ich dachte. Ich habe einen Auftrag für dich.“ Ein Baustein nach dem anderen fügte sich vor seinem geistigen Auge zusammen. Ein h?misches L?cheln breitete sich auf seinem Gesicht aus und verzerrte seine Züge zu einer h?sslichen Fratze. Wie er sich darauf freute, wenn sein Plan genau den Zweck erfüllte, den er sich vorstellte.

  ?M?gen meine Spiele beginnen“, lachte Culebra euphorisch auf.

Recommended Popular Novels