Erstaunt und wie erstarrt stand Emmanline da, von seiner Berührung überw?ltigt. Er war so z?rtlich… so aufmerksam… die Luft blieb ihr weg. Ihr Herz schlug bis zum Hals, und sie brachte keinen einzigen Ton heraus. Das hatte sie schon nicht gekonnt, als er sie bei der Hand genommen und ins Lager zurückgebracht hatte. Etwas in seinen goldenen Augen hatte sie verstummen lassen… etwas, das sie sich nicht erkl?ren konnte. Als h?tte sie Funken von Angst in diesen flammenden Augen gesehen. Das war Emmanline nicht gewohnt. Unbehagen breitete sich in ihr aus, doch zugleich eine wohlige W?rme, als er sie berührte, als k?nnte sie zerbrechen. Vorsichtig… und überrascht von seiner Z?rtlichkeit… streichelte sie mit den H?nden über seinen Rücken. ?Mir geht es gut“, flüsterte sie erstickt an seine Brust. Er h?rte sie… das wusste sie. Langsam schloss Emmanline ihre Augen und schmiegte sich enger an ihn, atmete seinen wunderbaren Duft ein. Erdiger Geruch, welcher sie anzog. Sie k?nnte wirklich süchtig danach werden… etwas, das sie eigentlich zurückschrecken lassen sollte. Doch sie konnte es nicht. Dieser Mann war ihre Versuchung… und vermutlich ihr Untergang, wenn sie sich weiter so eng an ihn klammerte. ?Aber du…“, flüsterte Emmanline weiter, als w?re dieser prickelnde Augenblick nur für seine Ohren bestimmt. Sanft drückte sie sich von ihm weg, um zu ihm aufzublicken. In diesem Moment wurden ihre Augen gro?. Sein besorgter… flammender Blick musterte sie von oben bis unten… er wollte sich selbst vergewissern, dass sie die Wahrheit sagte.
Oh meine G?tter, dieser Mann wird mich eines Tages so weit bringen, dass ich ihm nicht mehr widerstehen kann.
Ein Stich durchzuckte ihre Brust, und Emmanline verga? für einen Moment, wie man atmet. Wie sollte sie ihm noch lange widerstehen, wenn er sie nur so anschaute? Er machte sich wirklich Sorgen um sie. Er wollte für sie sorgen. Sie konnte sich nicht l?nger blind stellen und ignorieren, was er ihr alles gab… oder geben wollte. Es sollte sie davonlaufen lassen. Doch auf der anderen Seite sehnte sie sich genau danach. Ihr Herz tat es mit jedem schnellen Schlag. Darum schmerzte ihre Brust auch so… weil ihr Herz schmerzte.
W?rme durchstr?mte Emmanline, w?hrend sie die Arme hob und ihre Handfl?chen sanft auf seine Wangen legte, die leicht kratzig von seinen schwarzen Bartstoppeln waren. Ein sorgenvoller… z?rtlicher Blick lag auf ihrem Gesicht, als seine schwarzen schulterlangen Haare es umrahmten. Sie wusste es, weil sie sich selbst in seinen weit aufgerissenen Augen spiegeln sehen konnte. ?Du wolltest mich wieder retten und beschützen“, sagte sie leise. Es war keine Frage.
?Immer“, entgegnete er atemlos, lehnte seine Stirn gegen ihre und schloss seine Augen. ?Alles würde ich dafür tun, damit du in Sicherheit bist.“ Und sie glaubte ihm jedes Wort.
Ihre H?nde lagen noch immer auf seinen Wangen… nun streichelten ihre Daumen sanft über seine Wangenknochen. ?Ich danke dir, dass du es tust“, flüsterte Emmanline. Sie konnte selbst nicht fassen, wie ehrlich sie jedes Wort meinte. ?Ich wei?... du tust es die ganze Zeit, aber jetzt begreife ich es wirklich. Ich wei? es.“ Dann stellte Emmanline sich auf ihre Zehenspitzen und gab ihm einen leichten… aber liebevollen Kuss auf seine Lippen… einen Kuss, nach dem sie sich gerade so sehr gesehnt hatte. Zum ersten Mal kam dieses Verlangen von ihr selbst… sie wollte es unbedingt und tat es einfach.
Zuerst wirkte er überrumpelt, doch er erwiderte ihren Kuss sofort… es dauerte nur eine Sekunde, als sich seine starken Arme schützen und fest um sie legten. Emmanline war schon atemlos, musste Luft holen, konnte es aber nicht. Oder wollte es nicht. Es war unglaublich. Magisch. Es verzauberte sie, und sie wollte einfach nur mehr. Eng lehnte sie sich an ihn, wollte sich am liebsten in ihm vergraben… in seinem herrlichen… berauschenden Duft, der sie sanft umhüllte.
Wie konnte sie sich nur so wohl fühlen? Bei diesem Mann? Dabei sollte Emmanline sofort verschwinden… das Weite suchen. Er war ein Drache, und Drachen hatten ihr so viel Unheil… Schmerz und Trauer gebracht, dass sie manchmal nicht mehr wusste, wie sie damit umgehen sollte.
Es war so vieles Geschehen… kaum aus den F?ngen von Culebra befreit, war Emmanline gleich in die Klauen eines anderen Drachen geraten. Ja, dieser Mann war bei Weitem anders als das Ungeheuer, das sie auf grausame Art und Weise gequ?lt hatte… nicht nur sie, sondern unz?hlbar viele andere. Noch immer h?rte sie die Schreie des Todes, das Flehen um Erbarmen, das niemals erh?rt worden war. Darum hatte Emmanline damals l?ngst aufgegeben, um Erbarmen zu beten… es h?tte ihr niemals genützt. Nicht einmal ihrer Mutter, die so oft um Gnade für sie gefleht hatte. Für ihr Kind… ihre Tochter, die sie von ganzem Herzen geliebt hatte. Die Erinnerungen an ihre Mutter überfluteten sie, und am liebsten w?re sie vor Schmerz vergangen. Weitere Bilder flammten auf… es schnürte ihr die Kehle zu. Sie fühlte sich beklommen… erdrückt… ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Dieser Mann brachte sie in Gefühle, die sie zum Wimmern brachten.
Sofort lie? er von ihr ab, als er spürte, dass etwas nicht stimmte. ?Was ist los, Emmanline?“, fragte er, und tiefe Sorge schwang in seiner Stimme mit. Seine Augen strahlten nichts anderes aus. Sie brachte nur ein Kopfschütteln zustande. Sie konnte nicht sprechen… so schwer erdrückte es sie, dass sie kaum Luft bekam. ?Ssscht, schon gut.“ Er drückte sie fest an sich, verbarg sie in einer starken Umarmung, die ihr Trost spenden sollte. Sanft legte er die Hand auf ihren Hinterkopf und drückte ihn an seine Brust … wo sie seinen schnellen Herzschlag spüren und h?ren konnte. ?Es tut mir leid. Es war zu viel für dich. Du machst mich noch… verrückt“, flüsterte er in ihr Haar.
Einen Moment der Stille lie? Emmanline sich beruhigen. Erst jetzt merkte sie, dass ihr ganzer K?rper gezittert hatte… ein Zittern, das sich langsam legte. Wie konnte sie sich nur in einer einfachen Umarmung so sicher und geborgen fühlen? Sanft drückte sie ihn von sich, um ihm ins Gesicht sehen zu k?nnen. Er lie? es gew?hren und erwiderte sofort ihren Blick… einen Blick, der sich sehnsüchtig nach ihr richtete. Er war so lieb… so sanft… es erw?rmte sie innerlich.
?Setz dich dahin“, sagte Emmanline leise und wies auf eine Truhe. Es überraschte sie, dass er sofort ihrer Anweisung folgte. Er schien nicht zu wissen, warum sie das wollte, doch er vertraute ihr. Sie erkannte es an seinem Blick. Erneut erw?rmte es ihr Herz. Ohne Fragen zu stellen, kam sie auf ihn zu. ?Zieh dein Hemd aus“, bat sie ihn. Der Drache gehorchte sofort, als spürte er… er müsste es tun. Es verschlug ihr den Atem, als Emmanline seine entbl??te Brust sah. Wie hart und muskul?s er war… ein K?rper von t?dlicher Effizienz. Jede kleinste Bewegung lie? die Muskeln unter der Haut spielen, und sie konnte den Blick nicht abwenden… so fasziniert war sie. Schweigend trat Emmanline die wenigen Schritte zu ihm. Ohne genau zu wissen, was sie tat, legte sie ihre kleinen H?nde auf seine harte Brust. Sie nahm jedes Detail auf… und stockte, als sie die vielen Verletzungen sah, die er im Kampf mit dem Lykae davongetragen hatte. Sie fühlte sich schuldig. All das nur ihretwegen. ?Es tut mir leid“, flüsterte Emmanline entschuldigend. ?Wegen mir bist du so verletzt worden. Nur weil…“
?H?r auf damit, Emmanline“, unterbrach er sie barsch, doch seine Stimme wurde sofort weicher. ?Es ist nicht deine Schuld.“ Er wollte ihr schlechtes Gewissen lindern. ?Eher meine… weil ich mich habe ablenken lassen. Ich wei?, in welcher Lage wir uns befinden, aber ich habe die Gefahr ausgeblendet.“ Sanft legte er eine Hand auf eine der ihren, die auf seiner Brust ruhten. ?Es ist nicht deine Schuld. Im Gegenteil… du hast weit mehr getan. Erneut hast du etwas Schreckliches verhindert. Ich war so voller Wut und Zorn, dass ich die Vernunft verloren hatte. Die Sorge um dich war der Grund.“ Sein Daumen streichelte zart über ihren Handrücken. ?Schau dich nur an. Du bist wundersch?n… und klug. Du hast uns vor etwas bewahrt, das furchtbar h?tte enden k?nnen. Und du k?nntest recht behalten… wir sind vielleicht auf ein Komplott hereingefallen… und haben es nicht einmal bemerkt.“
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?Es ist nicht zu sp?t“, ignorierte Emmanline seine lobenden Worte über sie. ?Trotzdem ?ndert es nichts an der Wut dieses Mannes, die er in sich tr?gt. Er kann sie nicht einfach ablegen.“ Sie blickte ihn geradeheraus an. ?Es ist sein Recht zu erfahren, was hier vor sich geht… oder was bevorsteht. Er will sein Volk genauso beschützen wie du deines. Darum solltest du dich so schnell wie m?glich mit ihm unterhalten. Zeit ist das Allerwenigste, was ihr jetzt besitzt.“ Sie schüttelte nachdrücklich den Kopf und hielt seinem Blick fest stand.
Ein kleines L?cheln umspielte seine sinnlichen Lippen… Lippen, die Emmanline mehr als einmal gespürt hatte. Mehr sogar, als sie sich wagte vorzustellen. ?Jetzt frage ich mich gerade, wer hier ein Volk führen will und wer die gr??ere Vernunft hat?“, lachte er leise auf. Glühende Wangen waren die Folge. Es war ihr unangenehm, dass er sich so belustigt ausdrückte… sie wollte zurückweichen. Doch er lie? es nicht zu. In seinen Augen blitzte Schalk und Belustigung auf, was sie misstrauisch werden lie?. ?Nicht doch, mein kleines V?gelchen.“ Er zog Emmanline n?her an sich, sodass sie praktisch auf seinem Scho? sa?. Sie versuchte, sich zu wehren, doch sie hatte keine Chance gegen ihn… und schon gar nicht gegen ihren eigenen K?rper, der sich perfekt an seinen anschmiegte. Kleines V?gelchen hatte er sie schon lange nicht mehr genannt. Sie hatte es gehasst. Doch jetzt benutzte er es erneut… als Scherz… und ein glimmender Zorn loderte in ihr auf.
?Lass mich los“, presste Emmanline zwischen zusammengebissenen Z?hnen hervor. Was war nur mit diesem Mann los? Er war ein einziges R?tsel, das sie nicht l?sen konnte.
?Ich finde es imponierend, wie du dich voller Ehrgeiz einsetzt, Emmanline“, gestand er offen und ehrlich. ?Ich bewundere das wirklich.“ Seine Stimme wurde weicher. ?Manchmal frage ich mich, ob das alles nicht zu viel für dich wird. Aber dann merke ich… nein, das tut es nicht.“ Er berührte hauchzart ihre Wange, w?hrend er sie liebevoll anblickte… als w?re nichts anderes wichtiger als sie. Nicht in diesem Moment. Und bei allen G?ttern… für Emmanline gab es gerade auch nichts Wichtigeres. Unbewusst schmiegte Emmanline ihre Wange in seine gro?e Handfl?che. Ihre Augen waren halb geschlossen, w?hrend sie sich seinen z?rtlichen Berührungen hingab. Wie schaffte der Drache es nur immer wieder, dass sie sich so gehen lassen konnte? ?Ich will dir damit zeigen, wie sehr du zu mir geh?rst“, sprach er rau und flüsternd weiter. ?Ich erz?hle dir all das, weil ich will, dass du Teil dieses Lebens wirst. Teil meines Lebens. An meiner Seite, Emmanline.“
Ihr Herz nahm ein noch h?heres Tempo an… flatterte... ihr Atem stockte. Die Augen weit aufgerissen, entsetzt über seine Worte. ?Nein“, hauchte Emmanline. ?Ich kann nicht.“
Ein herzzerrei?endes L?cheln erschien auf seinem Gesicht … eines, das sie unf?hig machte, etwas zu sagen oder zu tun. Das konnte er nicht alles ernst meinen.
Oder doch?
Lucien
Lucien wusste genau, wie sehr er Emmanline mit seinen Worten überrumpelt hatte. Er ahnte nicht einmal das volle Ausma? dessen, was er ihr damit sagen wollte. So sehr er all die geheimen Informationen bewahren wollte… bei dieser Frau konnte er es nicht. Sie war vom Schicksal für ihn bestimmt… von nun an gab es für ihn keine wirklichen Geheimnisse mehr vor ihr. Sicher h?tte er eine Wahl gehabt, aber er wollte sie nicht.
Seine Lippen berührten hauchzart ihre Wange. Diese Z?rtlichkeit erschreckte ihn selbst. Noch nie hatte Lucien gewusst, dass er so vorsichtig und sanft sein konnte… nicht bei all der Grobheit, die in ihm wohnte. Diese Frau in seinen Armen ver?nderte ihn auf eine ungeahnte Ebene. Niemand durfte wissen, was sie ihm wirklich bedeutete. In all der Zeit war Emmanline zu seinem wertvollsten Schatz geworden. Alles gl?nzendste Gold und alle Edelsteine der Welt waren nichts im Vergleich zu ihr.
Als wollte Emmanline seinen z?rtlichen Liebkosungen entkommen, rückte sie von seinem Scho? ab. Doch ihre H?nde lagen noch immer auf seiner nackten Brust… als k?nnte sie selbst es nicht ertragen, ihn nicht zu berühren. Das erfreute ihn, doch er wollte sie ganz spüren. Mit allem. Lucien wusste, dass er jetzt nicht die Zeit hatte, aber er musste langsam mit ihr darüber sprechen, warum er sie nicht gehen lassen konnte. ?Emmanline, du musst erfahren, warum ich dich unbedingt bei mir behalten will. Aus zwei Gründen kann ich dich nicht gehen lassen. Du geh?rst zu mir, weil du meine Se…“
Er wurde abrupt unterbrochen, als Cyrill ins Zelt stürmte. Schon wieder. ?Lucien, du solltest so schnell wie m?glich ins Zelt des Gefangenen kommen. Es steht verdammt schlecht um ihn.“
Ein wildes Knurren entrang sich Luciens Kehle. Langsam hatte er es verdammt nochmal satt, jedes Mal unterbrochen zu werden, wenn er ihr etwas Wichtiges… Entscheidendes erz?hlen wollte… etwas, das beide Leben schlagartig ver?ndern würde. Wenn er ihr einmal offenbarte, was sie ihm bedeutete und was sie für ihn war, h?tte Emmanline keine Chance mehr, ihm zu entkommen. Lucien wusste auch… sobald sie es erfuhr, würde sie genau verstehen, was dieses Ausma? bedeutete. Die Situation konnte Lucien nicht ignorieren. So sehr es ihn widerstrebte… er ergriff ihre H?nde, stand auf und lie? sie trotzdem auf seiner Brust liegen, w?hrend er sich mit einer Hand durch sein schwarzes schulterlanges Haar strich. Sein Blick glitt über Emmanline und dann zu seinem Freund. ?Geh schon einmal vor, Cyrill. Ich komme gleich nach“, versicherte er ihm knurrend. Cyrill verlie? das Zelt. ?Ich muss“, sagte Lucien und richtete den Blick auf sie herab. Er wollte sie nicht verlassen… sein Verlangen tobte noch immer wie ein Inferno in ihm und sein innerer Drache machte es nicht leichter mit seinen Klauen.
?Ich werde mitkommen“, erkl?rte Emmanline geradeheraus und blickte ihn ernst an.
überrascht verneinte Lucien sofort. ?Ich werde es sicherlich nicht zulassen, dass du in seine N?he kommst“, knurrte er erzürnt, als er an den Angriff dachte. ?Ich lasse dich nicht in seine N?he… nicht, nachdem er dich verletzt hat.“ Blickte er auf ihre Stirn. Ihre Verletzung mochte fast verschwunden sein, aber es machte nichts besser.
?Mir ist aber nichts geschehen. Ich muss“, widersprach Emmanline ihm.
?Nein, musst du nicht. Nicht, solange ich anwesend bin. Ich will nicht riskieren, dass er dir erst richtig Schaden zufügt. Niemals.“ Fast h?tte er gesagt, dass er sie anbinden würde, damit sie ihm nicht folgte.
Leicht legte Emmanline den Kopf schief… sie schien zu überlegen. Das war kein gutes Zeichen. ?Du wei?t, dass es sehr schlecht um ihn steht. Er wird sterben. Ich kann ihm helfen.“ Sie senkte halb die Lider. ?Was würde geschehen, wenn dieser Mann hier und jetzt sterben würde? Auf deinem Territorium?“
?Verflucht noch mal, musst du immer so rational denken?“, fluchte Lucien lautstark. ?Du tust nichts, was ich für richtig halte… verstanden?“ Emmanline nickte ihm zu. Er fand es bemerkenswert, dass sie auf seine Forderung einging, doch sie hatte wahrhaftig recht. Würde er nichts unternehmen, damit Garett überlebte, würde der Krieg nur noch schlimmer werden… ein Krieg, der anscheinend unabsichtlich entstanden war. Emmanline hatte bereits beteuert, dass sie ihn retten k?nnte. Also musste er ihr vertrauen. Anders ging es nicht, und mehr als einen Versuch h?tte er ohnehin nicht. ?Dann komm.“ Lucien schnappte sich ein Hemd und zog es über. Als er an sich herabschaute, verschlug es ihm den Atem. Wo zuvor Verletzungen und Kratzer seinen K?rper gezeichnet hatten, war die Haut nun makellos. Unverletzt wie zuvor. Nur getrocknetes Blut klebte noch daran. Seine Wunden h?tten schnell geheilt… aber nicht in so kurzer Zeit. ?Emmanline?“ Lucien schaute sie erstaunt an.
Leichte R?te stieg in ihre Wangen, als Emmanline einen Schritt zurücktrat und den Blick leicht senkte. ?So... so ging es schneller“, gestand sie leise.
Ein sanftes L?cheln erschien auf seinem Gesicht. Lucien konnte nicht anders… mit den Fingerkn?cheln strich er z?rtlich über ihre Wange. ?Danke dir“, sagte er sanft, und Stolz schwang in seiner Stimme mit… Stolz, der aus ihm herausquoll. ?Lass uns gehen.“ Lucien nahm ihre Hand und führte Emmanline aus dem Zelt… hinaus aus dem Lager... zu dem Lykae.

